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Buchtipp: "Was zusammengehört" : Kein Wende-, sondern ein Liebesroman

vom

Einen Wenderoman habe Markus Feldkirchen geschrieben - so warb der "Spiegel" für seinen Reporter. Doch dafür ist in dem Buch zu wenig Geschichte und Politik verwurstet.

shz.de von
erstellt am 10.Feb.2011 | 05:32 Uhr

Feldenkirchen beschreibt einfach die Liebesgeschichte eines Ich-Erzählers zu einer Irin, die er bei einem Schüleraustausch auf der Insel im Jahr 1989 kennen lernt. 20 Jahre später blickt der Erzähler darauf zurück als er einen Brief von seiner Jugendliebe erhält. Feldenkirchen hat wie in seinen Reportagen einige gute Ideen, die er auch gut formulieren kann - etwa wenn er den zynischen und fast ohne Privatleben auskommenden Ich-Erzähler beschreibt, der als Banker nach Irland zurückkehrt. Und auch die politische Teilnahmslosigkeit, mit der große Teile der westdeutschen Jugend den Mauerfall erlebten, schildert er anschaulich.
Doch am Ende ist das Gesellschaftsporträt doch zu kurz ausgefallen, statt dessen dominiert die tragische Liebesgeschichte zweier junger Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und Ländern. Aber die ist doch auch ganz nett zu lesen. Kay Müller
Markus Feldenkirchen: Was zusammengehört, Kein & Aber Verlag, 19,90 Euro

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