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63. Saison in Bad Segeberg : Karl-May-Spiele: 300.000 Besucher am Kalkberg

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Die 63. Spielzeit war für die Karl-May-Spiele in Bad Segeberg ein Erfolg. Wayne Carpendale nimmt Abschied vom Kalkberg.

Bad Segeberg | Am Sonntag ist in Bad Segeberg die 63. Spielzeit der Karl-May-Spiele zu Ende gegangen. Mehr als 300.000 Besucher haben seit der Premiere am 28. Juni das Stück „Unter Geiern - Der Geist des Llano Estacado“ gesehen, das in der Geschichte der Segeberger Karl-May-Spiele erst drei Mal auf dem Spielplan stand. Die Veranstalter sprachen nach 72 Vorstellungen von einer sehr erfolgreichen Saison. Trotz des kühleren und oft auch regnerischen Wetters im August seien die Vorstellungen gut besucht gewesen, sagte eine Sprecherin.

Die Zuschauer fieberten mit den Blutsbrüdern Winnetou und Old Shatterhand, gespielt von Jan Sosniok und Wayne Carpendale. 2015 wird Carpendale nicht mehr dabei sein. Er hatte bereits vor Wochen angekündigt, seinen Vertrag nicht zu verlängern. Und ob es 2015 ein Wiedersehen mit Jan Sosniok als Apachenhäuptling Winnetou geben wird, ist nach Angaben der Kalkberg GmbH noch nicht abschließend geklärt.  

Seine Rolle als Schurke Burton hat der Schauspieler Christian Kohlund richtig genossen. Es sei eine sehr schöne Erfahrung gewesen, sagte der 64-Jährige. „Diese Spielstätte hat Kultcharakter. Ich habe schon häufiger auf Freilichtbühnen gespielt, aber am Kalkberg vor 7500 Leuten aufzutreten, war etwas Besonderes“, betonte er.

In dem Stück „Unter Geiern“ verkörperte der aus der Schweiz stammende Schauspieler den falschen Priester Burton, der in Wahrheit der Anführer der gefürchteten „Llanogeier“-Bande ist. Die führen im Llano Estacado, einer nach Karl Mays Darstellung wüstenartigen Hochebene Reisende in die Irre, in dem sie Wegmarkierungen versetzen. „Ich liebe gebrochene Charaktere, deshalb hat es mir besonderen Spaß gebracht, den Schurken zu spielen“, sagte der 64-Jährige.

Während Kohlund an den spielfreien Tagen nach eigener Aussage hauptsächlich auf dem Golfplatz anzutreffen war, hat er die Proben auch dazu genutzt, seine Kollegen zu fotografieren. „Das ist ein Hobby von mir. Dadurch, dass ich die meisten Schauspieler gut kenne, gelingen mir oft Fotos, die Schauspieler so zeigen, wie sie wirklich sind“, sagt Kohlund, der die Bilder irgendwann einmal veröffentlichen will.

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erstellt am 07.Sep.2014 | 17:06 Uhr

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