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Hochkarätiges Theaterfestival

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Zum fünften Mal findet das Hamburger Bühnenvergnügen statt / Einige Aufführungen sind restlos ausverkauft

Hamburg | April 2013 im Maxim Gorki Theater in Berlin. Nikolaus Besch, frisch geföntes Blondhaar, Hände in den Hosentaschen, schlendert durchs Foyer - er wartet auf den Beginn von Schillers "Die Räuber" in der gefeierten Inszenierung von Antú Romeo Nunes. Besch ist nicht zum Vergnügen in Berlin. Oder besser: Seine selbstdefinierte berufliche Aufgabe ist natürlich schon Vergnügen, aber eben seit fünf Jahren auch sein Job.

Der 51-jährige gelernte Jurist ist Leiter des Hamburger Theaterfestivals, das seit 2009 alljährlich zunächst fünf, später sogar acht und neun hochgelobte Inszenierungen aus dem deutschsprachigen nach Hamburg holt und damit Theaterfreunden aus dem Norden erspart, Reisen nach Berlin, München, Wien oder Zürich auf sich zu nehmen. Das macht Besch für sie, denn er allein wählt aus, was nach Hamburg eingeladen wird. "Den Bürgern Hamburgs etwas Außerordentliches bieten, das den Kulturetat überfordert", hatte Besch seine Idee beschrieben.

Den Traum dazu hatte er schon lange. Zunächst hatte er ihn im Kleinen verwirklicht, als er von 1997 bis 2007 das Bergedorfer Haus im Park leitete, das mit seinem nüchternen Theatersaal und dem angrenzenden Begegnungszentrum für Senioren nicht gleich als Musentempel besticht. Beherzt hatte Besch die dort herrschende Tournee-Theater-Tradition gekappt, Kontakte zu den großen Häusern der Republik geknüpft, deren Kammerspiel-Produktionen eingeladen und flugs das Haus im Park als respektablen Theaterort ins Hamburger Bewusstsein gehievt.

Seit fünf Jahren macht er das nun mit dem Hamburger Theaterfestival sozusagen in XXL. Weil aber die Stadt für diese Dimensionen kein Geld hat, war Besch bei den Hamburger Kaufleuten vorstellig geworden und schaffte es, ein Theaterfest auf die Beine zu stellen, das vollständig durch Spenden, Sponsorengelder und aus den Einnahmen des Kartenverkaufs finanziert wird und damit einzigartig ist. Was im ersten Jahr noch eine Riesenüberraschung war, hat sich mittlerweile etabliert. Besch hat auch für das diesjährige Festival genügend Geld zusammenbekommen, um hochkarätige Inszenierungen wie "Kleiner Mann, was nun", "Geschichten aus dem Wiener Wald", "Onkel Wanja" oder "Baal" einzuladen. Es ist also auch 2013 eher ein "Best of"- Theaterfest als ein Festival, das ja einem Themenschwerpunkt braucht. Aber seis drum. Die Metropolregion Hamburg dankt es ihm. Die Karten zu allen Vorstellungen finden bereits reißenden Absatz.

%_Einzug EinzugAbsatz="-1dp"_%%_Einzug EinzugAbsatz="-1dp"_%> Das Festival findet vom 12. Oktober bis zum 10. November im Thalia Theater, auf Kampnagel und im St. Pauli Theater statt. Karten (ab 15 Euro ) sind noch für folgende Aufführungen verfügbar: "Ödipus Stadt" am 12. und 13. Oktober, 19.30 Uhr; "Kleiner Mann - was nun?" am 21. Oktober, 19 Uhr, und am 22. Oktober, 18 Uhr; "Baal" am 31. Oktober und 1. November, 20 Uhr; "Troja" am 9. und 10. November, 18 Uhr.

Weitere Informationen unter:

www.hamburger-theaterfestival.de.

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erstellt am 13.Aug.2013 | 03:59 Uhr

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