zur Navigation springen

Malerei aus dem Nachbarland : Hamburger Kunsthalle zeigt Dänemarks Aufbruch in die Moderne

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Rund 80 Werke aus der Kopenhagener Sammlung Hirschsprung bekommen jetzt die Hamburger zu sehen. Bis 12. Januar läuft die Ausstellung.

shz.de von
erstellt am 21.Sep.2013 | 13:44 Uhr

Die dänische und die schleswig-holsteinische Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts sind eng miteinander verbunden. Wie eng, das zeigt jetzt eine Ausstellung in der Hamburger Kunsthalle: „Dänemarks Aufbruch in die Moderne“ heißt die Schau, die sich der dänischen Malerei von der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts widmet. „Sie zeigt den Zeitraum, in dem sich die entscheidende Wende der dänischen Kunst hin zur Moderne vollzog“, sagt Kurator Jenns Howoldt. Bis zum 12. Januar sind rund 80 Werke der Sammlung Hirschsprung zu sehen, die seit 1911 in einem eigenen Museum in Kopenhagen ausgestellt wird.

In ihr sind alle wichtigen Künstler dieser Zeit vertreten: von den Malern des „Goldenen Zeitalters“ wie Christoffer Eckersberg und Christen Købke bis zu den späteren Impressionisten wie Anna Ancher oder Peder Severin Krøyer und Symbolisten wie Vilhelm Hammershøi.

Zeitgleich sind in Kopenhagen Gemälde aus der Hamburger Kunsthalle zu sehen, darunter Werke von Philipp Otto Runge, Caspar David Friedrich und Max Liebermann. „Die Ausstellung enthält einige der besten Beispiele für die Malerei des 19. Jahrhunderts in Deutschland, die oft die Tendenzen widerspiegelt, die sich auch in der Kunst dieser Epoche in Dänemark zeigen“, sagte die Direktorin der Sammlung Hirschsprung, Marianne Saabye. Damals gab es viele Verbindungen zwischen Deutschland und Dänemark: Schleswig-Holstein gehörte zeitweise zu Dänemark, viele deutsche Künstler studierten in Kopenhagen.

Seit den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts hatten sich die dänischen Künstler von Idealismus und historischem Pathos befreit und malten nun Bilder aus dem realen Leben. So forderte Christoffer Eckersberg, Professor an der Kunstakademie in Kopenhagen, die jungen Maler auf, regelmäßig im Freien zu arbeiten. Die Künstler malten nun Alltagsszenen von Fischern, die mit ihren Booten an Land kommen („Morgen bei Hornbaek“ von Peder Severin Krøyer), „Zwei Alte, die Möwen rupfen“ von Anne Archer oder Frauen, die Schafe scheren („Frühjahrsschur auf Lolland“ von Joakim Skovgaard). Höhepunkt der Ausstellung sind die riesigen Landschaftsgemälde von Peder Severin Krøyer „Sommertag am Südstrand von Skagen“ oder „Sommerabend am Strand von Skagen“, das den Künstler mit seiner Frau zeigt.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen