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Hamburg hat einen Echo

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Im Vorwege des Elbjazz Festivals wird erstmals auch der Echo Jazz verliehen / Till Brönner moderiert die Gala in der Fischauktionshalle

shz.de von
erstellt am 16.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Hamburg | Im Bestreben, Hamburg als Jazz-Metropole zu etablieren, ist man jetzt einen Schritt weiter. Einen Tag vor dem Elbjazz Festival findet am 23. Mai erstmals der Echo Jazz in der Hansestadt statt. Sogar Prominente fiebern diesem Ereignis entgegen. Schauspielerin Eva Habermann, die als Laudatorin einen der Preise überreicht, glaubt: "Diese Veranstaltung wird die Hamburger Jazzszene inspirieren." Udo Lindenberg, 66, erwartet "eine große Party mit vielen guten Musikern und Freunden." Der Altrocker war übrigens früher selber ein leidenschaftlicher Jazzer. Regelmäßig saß er im Onkel Pö für Klaus Doldinger oder Knut Kiesewetter hinterm Schlagzeug. Dieser legendäre Club zog in den 70er Jahren alle Stars von Al Jarreau bis Bobby McFerrin an.

Sie zählen zwar in diesem Jahr nicht zu den Preisträgern, dafür wird der belgische Musiker und Komponist Jean-Baptiste "Toots" Thielemans für sein Lebenswerk geehrt. "Er befreite die Mundharmonika von ihrem Underground-Image", heißt es in der Begründung der Echo-Jazz-Jury. Obendrein lobt sie seinen unermüdlichen Einsatz für die Musik: "Als Europäer und Komponist sorgte er dafür, dass die alte Welt schon früh in der Sphäre des Jazz wahrgenommen wurde."

Doch nicht ausschließlich Experten haben die Ausgezeichneten ermittelt. Die Gewinner der Rubriken "Live-Act des Jahres" und "Label des Jahres" durfte das Publikum via Online-Abstimmung auf jazzthing.de wählen. Es kürte das Schweizer Crossover-Trio Rusconi wegen seiner grandiosen Konzerte zum Sieger. Unter den Plattenfirmen machte bereits zum vierten Mal ACT aus München das Rennen. Das überrascht ebenso wenig wie der "Bestseller des Jahres": Melody Gardots CD "The Absence". Auch Malia hat sich den Titel "Sängerin des Jahres international" redlich verdient, das Brad Mehldau Trio wird zu recht als "Ensemble des Jahres international" gekürt.

Sie alle können sich bei der Gala in der Fischauktionshalle ordentlich feiern lassen. Durch den Abend führen gleich zwei Moderatoren: der Jazztrompeter Till Brönner und die Schauspielerin Janin Reinhardt. Sie freut sich riesig über diese Aufgabe, schließlich ist sie mit der Musik von Ella Fitzgerald aufgewachsen. Und Brönner, selbst mehrfacher Echo-Preisträger, wird sicherlich mühelos die passenden Worte finden, um die Auftritte von Jamie Cullum oder Joshua Redman anzukündigen. Wenn diese Herren die Bühne entern, gilt: Bitte ausflippen!

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