Ganglians : Genialität an der kurzen Leine

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Die kalifornischen Ganglians zimmern schräg-schöne Arrangements demonstrativ nachlässig zu einem eigenwilligen Lo-Fi-Indiepop-Album zusammen.

Avatar_shz von
19. August 2011, 11:14 Uhr

Eigentlich eine Frechheit: Vier leicht verpeilt dreinschauende Surfertypen aus dem kalifornischen Sacramento lassen es mit der unbestreitbaren Genialität nicht zu weit kommen. Die Ideen der Songs auf ihrem Album "Still Living" sind klasse - aber warum sollte man diese großartig ausarbeiten? Und wieso eigentlich einen toll differenzierten Sound suchen?
Stattdessen verschreiben sich die coolen Amis von der Westküste einfach dem Lo-Fi-Pop und zimmern ihre seltsamen Lieder ganz bewusst nachlässig zusammen.
Es klingt schräg und schön zugleich, nach den 60er Jahren, nach leicht psychedelisierten Beach Boys, etwas Pink Floyd kommt durch, die legendären Chills oder die Beta Band lassen grüßen. Ausgiebige Chorgesänge und weit verhallte Gitarren (in genialer Harmonie miteinander verwoben) beherrschen das Geschehen.
Und das Ganze kommt so lässig, entspannt und gut gelaunt daher, das man sich ihm kaum entziehen kann.
Ganglians - "Still Living" (Souterrain Transmissions)
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