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Anna Depenbusch beim SHMF : Die Seemannsbraut von der Reeperbahn

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Anna Depenbusch singt Geschichten von Fernweh und Abenteuerlust. Am 13. und 14. August spielt sie im Rahmen des Schleswig-Holstein Musik Festival.

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erstellt am 03.Aug.2014 | 17:26 Uhr

Flensburg/Wotersen | „Ich wohne auf St. Pauli und seit ich angefangen habe zu singen, war ich immer auf der Reeperbahn, habe in Clubs gesungen und diese ganze Atmosphäre färbt ab.“ Geboren und aufgewachsen ist Anna Depenbusch in Hamburg. Das ist sicher auch ein Grund, weshalb sich die Sängerin „Seemannsbraut“ nennt. In ihren Liedern singt sie von Matrosen, aber ihrer Abenteuerlust, der Sehnsucht und dem Fernweh. Bilderreich und mit viel Fantasie lässt die Chanson-Künstlerin in ihren Texten kleine Geschichten entstehen und begleitet sich dabei am Klavier.

Musikerin, das war Anna schon früh klar, war der einzige Beruf, der für sie infrage kam. Mit zehn Jahren stand sie erstmals auf der Bühne, 2005 erschien ihr Debütalbum „Ins Gesicht“, und 2009 wurde ihr Titel „Heimat“ für den Deutschen Musikautorenpreis in der Kategorie „Nachwuchs“ nominiert. Persönlichkeiten, die Anna Depenbusch faszinieren, sind Musiker wie Rufus Wainwright und Edith Piaf oder die Malerin Frida Kahlo.

„Ich mag mutige Eigenwilligkeit, Leidenschaft und diese Sehnsucht nach einer persönlichen Wahrheit!“ Anna Depenbusch textet, komponiert und produziert selbst, sodass sie den Liedermachern zugeordnet werden kann. Stilistisch festlegen will sie sich aber nicht und experimentiert mit verschiedenen Genres wie Blues und Country. Mit ihrem zweiten Album, „Die Mathematik der Anna Depenbusch“ aus dem Jahr 2011, etablierte sie sich als Pop-Chansonsängerin in der deutschen Musikszene.

Nachdenklich, melancholisch, lebendig, farbenfroh und oft mit feiner Ironie nimmt Anna Depenbusch den Hörer mit lauten und leisen Tönen auf eine Reise durch ihre emotionale Welt. Der größte gemeinsame Nenner ihrer Kompositionen ist eine hoffnungsvolle Melancholie, die berührt, Kraft spendet und ermutigt. Ihre gefühlvollen Tastenkünste erschaffen Musik mit großer Bandbreite.

„Der Sommer ist ein Gefühl, das man herstellen kann, das man in sich trägt, das man aufrufen kann, wenn man es braucht“, meint Anna Depenbusch und liefert im Titelsong ihrer neuesten CD gleich die Bastelanleitung dazu mit: Man baue sich einen Sommer aus buntem Glanzpapier. Den stelle man auf im Winter, wenn’s vor dem Fenster friert. Die Liedermacherin, die mit Hamburger Schietwetter groß geworden ist, denkt positiv. Sie kann auch den schwierigsten Seiten des Lebens noch etwas Gutes abgewinnen. Wünsche, Träume und Sehnsüchte spielen in ihren Liedern eine zentrale Rolle, bilderreich und mit ganz viel Fantasie lässt sie kleine Geschichten erstehen und findet stets die passenden Worte und Töne für die verschiedensten menschlichen Befindlichkeiten. „Ich versuche einfach, authentisch zu sein, versuche, emotionale Musik zu schreiben, die ich im Bauch hab’, die ich im Herzen hab’“, sagt Anna Depenbusch, und genau dafür liebt sie ihr Publikum.

Den Sommer braucht Anna Depenbusch für das Schleswig-Holstein Musik Festival nicht heraufzubeschwören, denn ihr Konzert findet mitten im August statt und weiht eine neue Spielstätte des SHMF ein: die Robbe & Berking-Werft. Die Yachtwerft restauriert direkt am Flensburger Stadthafen klassische Motor- und Segelyachten und baut Repliken besonders schöner Klassiker, die verloren gegangen sind – ein wunderbares Ambiente für sommerliche Konzertabende.

> „Solo am Klavier“, 13. August, 20 Uhr, Flensburg, 14. August, 20 Uhr, Wotersen, Anna Depenbusch (Gesang und Klavier)

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