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Deutsche Theaterlandschaft soll Weltkulturerbe werden

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erstellt am 27.Mai.2013 | 03:59 Uhr

kiel | Am Wochenende trafen sich in Kiel die Intendanten und Direktoren der deutschen Theater und Orchester zur Jahreshauptversammlung des Deutschen Bühnenvereins. Rund 250 Teilnehmer waren gekommen, um essentielle Themen zu diskutieren, darunter die finanziell angespannte Situation einzelner Theater- und Orchesterbetriebe.

Bühnenvereinspräsident Klaus Zehenlein begrüßte eine Initiative zur Anerkennung der einmaligen Theater- und Orchesterlandschaft in Deutschland als immaterielles Weltkulturerbe der Unesco. "Dabei geht es uns nicht darum, dass jeder einzelne Theater- und Orchesterbetrieb Weltkulturerbe ist", sagte Rolf Bolwin, Geschäftsführender Direktor des Bühnenvereins. "Es geht um die gesamte nationale Theaterlandschaft, die Räume für Kunst sind im Vergleich zu anderen Ländern in Deutschland einzigartig." Eine Anerkennung als Weltkulturerbe hätte neben einer größeren finanziellen Sicherheit "sicher auch Effekte in der Außenwirkung." Die wirtschaftliche Situation der Künstler stand ebenfalls im Fokus des Treffens. In einer Resolution wandte sich der Bühnenverein gegen die zunehmende Verdrängung der darstellenden Künstler in unzureichende Beschäftigungsverhältnisse. Kürzungen öffentlicher Zuschüsse für die Theater hätten dazu geführt, dass darstellende Künstler in zunehmendem Maße anstelle fester Ensemble-Verträge nur noch kurzfristige Verträge bekämen. Selbst längerfristige Verträge böten oft "nur die tariflich garantierte Mindestgage von zurzeit monatlich 1600 Euro brutto."

Positiv wertete Zehenlein die aktuelle Lage am Theater-Standort Schleswig: "Nach allen Schwierigkeiten ist man dort auf einem guten Weg. "

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