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„Medicus“-Verfilmung : Autor Gordon musste mühsam überzeugt werden

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Es brauchte erst einige gemeinsame Spaziergänge durch den Bostoner Stadtpark. Dabei überzeugten die Produzenten Autor Noah Gordon von einer Verfilmung seines „Medicus“.

shz.de von
erstellt am 16.Dez.2013 | 20:33 Uhr

Bestseller-Autor Noah Gordon (87) hat von der Verfilmung seines Romans „Der Medicus“ erst mühsam überzeugt werden müssen. Die Produzenten Nico Hofmann und Wolf Bauer seien mehrmals zu ihm nach Boston gereist, um - durch den Stadtpark spazierend - über das Projekt zu sprechen, erzählten die drei auf einer Pressekonferenz am Montag in Berlin vor der abendlichen Premiere des Films. Auf dem Podium saßen auch der Hauptdarsteller Tom Payne, Schauspieler wie Elyas M'Barek, Olivier Martinez und Stellan Skarsgård sowie Regisseur Philipp Stölzl („Goethe!“, „Nordwand“).

Das Schwierigste sei gewesen, die „riesenreiche Geschichte“ auf einen Film zu komprimieren, erzählte Stölzl. „Was lässt man weg? Was lässt man drin? Das ist irrsinnig schwierig.“ Man müsse verdichten, aber dem Geist der Geschichte treubleiben, sagte der Regisseur.

Pferde, Hunde, Kinder, Komparsen - das sei filmisch eine Riesen-Wucht. Wenn er erfahren habe, dass Szenen ausgelassen oder verändert würden, sei er kritisch gewesen, sagte Autor Gordon. Er habe aber großes Vertrauen in die Macher gehabt - und sei begeistert von den Darstellern.

Für Produzent Wolf Bauer ging mit dem Projekt nahezu ein Jugendtraum in Erfüllung. Er habe sich fast 25 Jahre um die Rechte an der Geschichte des Waisen Rob Cole bemüht, sagte er. Vom mittelalterlichen England reist Cole ins persische Isfahan, um dort bei Ibn Sina (Ben Kingsley), „dem Arzt aller Ärzte“, Medizin zu studieren. Doch der Weg zu Wissen und Erkenntnis ist steinig. Cole ist auf seiner langen Reise zahlreichen Gefahren ausgesetzt.

Gespielt wird Cole von Nachwuchs-Schauspieler Tom Payne (30). Auf die Frage, ob er bereit sei für den großen Hype, der auf ihn zukommen könnte, sagte Payne, er wolle erst mal abwarten und schauen. Außerdem brachte er die Journalisten mit seinen Deutschkenntnissen zum Lachen. „Ich hab' keinen Bock“, „Ich will nicht mehr“ und „Noch ein Bier“, beherrschte er schon.

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