Arno Surminskis Blick auf Wacken

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26. März 2013, 03:59 Uhr

Itzehoe | Was haben Franz Kafka, Thomas Mann und Arno Surminski gemeinsam? Sie waren alle im Erst- oder Brotberuf für Versicherungen aktiv. In diese Kette großer Schriftsteller würde er sich selber nicht stellen, aber das Vermittelnde zwischen verschiedenen Parteien habe Surminski wohl schon ins Schriftstellerleben übertragen, sagte der Autor nun bei einer Lesung am Verwaltungssitz der Itzehoer Versicherungen.

Der Wahlhamburger Surminski, der 1974 mit seinem Roman "Jokehnen oder Wie lange fährt man von Ostpreußen nach Deutschland?" das Kriegsende und die Folgen thematisierte und einem breiten Publikum bekannt wurde, stellte in Itzehoe sein neues Buch "Im Garten des Schönen" vor. Das Werk versammelt Erzählungen seit 1978, die sich auf den Norden beziehen. Darunter sind auch drei Erstveröffentlichungen, von denen Surminski "Rosamunde oder die Schwarzen kommen" vortrug. Mit den Schwarzen sind die "Schwermetaller" gemeint, die Heavy-Metal-Fans, die jährlich beim Wacken-Open-Air die kleine Gemeinde zum Mittelpunkt der Musikwelt machen. Die beiden Wackener Hedda und Kuddel bestaunen die 60 000 Festivalbesucher aus aller Welt, als sähen sie Derartiges zum ersten Mal, und vermitteln dem Leser ländlich verschmitzt den Blick der Alten auf diese neumodischen Phänomene.

Dabei verlieren die "Schwarzen", die anfangs so schwarz wie der "Teufel" sind, ihren Schrecken. "Es sind wirklich freundliche Menschen", stellt Hedda bald fest.

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