Dithmarschen : Anne-Sophie Mutter begeistert bei Brahms-Preis-Verleihung

Anne-Sophie Mutter  mit Eckart Besch.  Foto: schmid
Anne-Sophie Mutter mit Eckart Besch. Foto: schmid

Drei Zugaben musste Anne-Sophie Mutter in der St.-Batholomäus-Kirche in Wesselburen geben, bevor die 900 Zuhörer sie gehen ließen.

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11. Juli 2011, 08:49 Uhr

wesselburen | Die Ausnahmekünstlerin gab bei der Verleihung des mit 10.000 Euro dotierten Preises der Brahms-Gesellschaft Schleswig-Holstein eine Kostprobe ihres unglaublichen Könnens. Das Preisgeld kommt der "Freundeskreis Anne-Sophie Mutter Stiftung e.V." zugute, über die junge hochbegabte Solisten der Fächer Geige, Bratsche, Cello und Kontrabass weltweit gefördert werden. Einer davon ist der russische Bratschist Vladimir Babeschko (27), der Anne-Sophie Mutter bei ihrem Auftritt in Wesselburen begleitete und mit Stücken von Brahms sein Talent unter Beweis stellte.
Anne-Sophie Mutter gehört seit 35 Jahren zu den großen Geigen-Virtuosen unserer Zeit. Die im Badischen Rheinfelden geborene Violinistin begann ihre internationale Karriere 1976 bei den Festspielen in Luzern.
Mit sechs Jahren von Brahms inspiriert
Ein Jahr danach trat sie als Solistin bei den Salzburger Pfingstkonzerten unter der Leitung von Herbert von Karajan auf, der als ihr "Ziehvater" gilt. Seit dieser Zeit ist Anne-Sophie Mutter auf allen großen Bühnen dieser Welt zu Hause.
Brahms spielte im musikalischen Leben von Anne-Sophie Mutter schon immer eine große Rolle. Bereits im Alter von sechs Jahren habe seine Musik sie inspiriert, erzählt sie bei der Verleihung des Preises, den sie sichtlich gerührt von Eckart Besch, dem Vorsitzenden der Brahms-Gesellschaft, entgegennahm. Es sei diese tiefgründige und wunderbar berührende Musik von Brahms, die sie fasziniere, machte die sympathische Künstlerin deutlich.
"Es ist eine Freude, Anne-Sophie Mutter ehren zu dürfen", sagte Besch bescheiden. Dabei ist es vor allem ihm zu verdanken, dass nicht nur die Brahms-Gesellschaft weit über die Landesgrenzen hinaus anerkannt ist, sondern auch, dass weltweit anerkannte Künstler seinem Ruf nach Dithmarschen folgen, um den Brahmspreis entgegen zu nehmen. Verliehen wird er an Persönlichkeiten, die sich um die Pflege der Werke von Brahms und seines künstlerischen Erbes verdient gemacht haben.
(shz)

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