Konfirmation

Konfirmationsurkunden wurden früher gerahmt und aufgehängt.
Konfirmationsurkunden wurden früher gerahmt und aufgehängt.

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16. März 2010, 04:59 Uhr

Neumünster/Neumünster | Wer Christian Matthes in seinem Büro im Propst-Meifort-Haus besucht, der taucht ein in die Geschichte der Konfirmation. An den Wänden hängen Urkunden aus dem 18. und 19. Jahrhundert, und in einem Regal liegen Geschenke wie Schmuckteller, Silberlöffel und bestickte Taschentücher. Christian Matthes, Pastor im Ruhestand, sammelt alles rund um das Thema Konfirmation.

Vor elf Jahren eröffnete der heute 73-Jährige in Hamburg sein Konfirmationsmuseum. Mittlerweile ist er mit seiner Sammlung nach Neumünster in das Gemeindehaus der Anscharkirche umgezogen.

Die Idee entstand, als ;attjes die Konfirmationsurkunde seines Großvaters im Nachlass seiner Mutter fand. "Früher waren das erzählende Urkunden", sagt er. Im Mittelpunkt standen der Konfirmationsspruch und ein biblisches Bild. Jesus mit seinen Jüngern ist auf der einen Urkunde zu sehen. Auf der anderen ist das Abendmahl abgebildet. Kleine Kunstwerke bekamen die Konfirmierten damals in die Hand gedrückt. Zu Hause wurde die Urkunde dann gerahmt und im eigenen Zimmer oder in der guten Stube aufgehängt.

Von 1830 ist die älteste Urkunde, die Matthes in seinem Bestand hat. "Seit etwa 1820 wurden überhaupt Urkunden von den Gemeinden ausgestellt", weiß er.

Auf Flohmärkten und über das Internet findet er immer wieder neue Sammlerstücke. Und oft bekommt er von Bekannten und Freunden das ein oder andere Exponat zugesteckt. "Ich möchte die Vielfalt in der Geschichte der Konfirmation zeigen", sagt Christian Matthes. Fotos, Karten und Geschenke seien Zeugnisse kirchlicher und gesellschaftlicher Umbrüche.

Kaum ein Mädchen würde sich heute zum Beispiel über eine Tasche für Nylonstrümpfe freuen. Früher sei das aber ein gängiges Geschenk gewesen. Früher lernten die Jugendlichen Katechismus, Lieder und Psalmen auswendig. "Nach dem Zweiten Weltkrieg hat sich das geändert." Heute geht es um die Auseinandersetzung mit dem Leben. Die Themen, die die Jugendlichen bewegen, werden in den Mittelpunkt gestellt.

Eines jedoch ist gleich geblieben: Die Tradition der Einsegnung. Und das Interesse ist weiterhin groß. "Die Jugendlichen nehmen das äußerst ernst", sagt Christian Matthes. In seiner Zeit als Pastor in Norderstedt hat er jedes Jahr Jugendliche konfirmiert. "Sie genießen diesen feierlichen Tag", weiß er. Sie würden nicht nur Ja zu ihrem Glauben sagen. "Die Konfirmation ist auch ein Einstieg in das Erwachsenenalter." Der Segen bei der Konfirmation sei deshalb ganz wichtig. Er gibt Halt und Schutz auf dem neuen Weg. Seit der Reformation hat sich das nicht geändert.

Konfirmationsmuseum

Anmeldung unter 040/ 229 444 26 oder per E-Mail an

info@konfirmationsmuseum.de

Christian Matthes bietet auch eine mobile Ausstellung an und freut sich über neue Sammlerstücke für sein Museum. Infos:

www.konfirmationsmuseum.de

Der pensionierte Pastor Christian Matthes betreibt ein Konfirmationsmuseum

- Wer Christian Matthes in seinem Büro im Propst-Meifort-Haus besucht, der taucht ein in die Geschichte der Konfirmation. An den Wänden hängen Urkunden aus dem 18. und 19. Jahrhundert und in einem Regal liegen Konfirmationsgeschenke wie Schmuckteller, Silberlöffel und bestickte Taschentücher. Christian Matthes, Pastor im Ruhestand, sammelt alles rund um das Thema Konfirmation. Vor elf Jahren eröffnete der heute 73-Jährige in Hamburg sein Konfirmationsmuseum. Mittlerweile ist er mit seiner Sammlung nach Neumünster in das Gemeindehaus der Anscharkirche umgezogen.

Die Idee entstand, als er die Konfirmationsurkunde seines Großvaters im Nachlass seiner Mutter fand. "Früher waren das erzählende Urkunden", sagt Christian Matthes. Im Mittelpunkt standen der Konfirmationsspruch und ein biblisches Bild. Jesus mit seinen Jüngern ist auf der einen Urkunde zu sehen. Auf der anderen ist das Abendmahl abgebildet. Kleine Kunstwerke bekamen die Konfirmierten damals in die Hand gedrückt. Zu Hause wurde die Urkunde dann gerahmt und im eigenen Zimmer oder in der guten Stube aufgehängt. Von 1830 ist die älteste Urkunde, die Matthes in seinem Bestand hat. "Seit etwa 1820 wurden überhaupt Urkunden von den Gemeinden ausgestellt", weiß er.

Auf Flohmärkten und über das Internet findet er immer wieder neue Sammlerstücke. Und oft bekommt er von Bekannten und Freunden das ein oder andere Exponat zugesteckt. "Ich möchte die Vielfalt in der Geschichte der Konfirmation zeigen", sagt Christian Matthes. Fotos, Karten und Geschenke seien Zeugnisse kirchlicher und gesellschaftlicher Umbrüche. Kaum ein Mädchen würde sich heute zum Beispiel über eine Tasche für Nylonstrümpfe freuen. Früher sei das aber ein gängiges Geschenk gewesen, berichtet Matthes. Und auch der Unterricht sei heute anders. Früher lernten die Jugendlichen Katechismus, Lieder und Psalmen auswendig. "Nach dem Zweiten Weltkrieg hat sich das geändert." Heute geht es um die Auseinandersetzung mit dem Leben. Die Themen, die die Jugendlichen bewegen, werden in den Mittelpunkt gestellt.

Auch wenn sich vieles in den Jahren verändert hat. Die Tradition der Einsegnung ist geblieben und das Interesse weiterhin groß. "Die Jugendlichen nehmen das äußerst ernst", sagt Christian Matthes. In seiner Zeit als Pastor in Norderstedt hat er jedes Jahr Jugendliche konfirmiert. "Sie genießen diesen feierlichen Tag", weiß er. Sie würden nicht nur Ja zu ihrem Glauben sagen. "Die Konfirmation ist auch ein Einstieg in das Erwachsenenalter." Der Segen bei der Konfirmation sei deshalb ganz wichtig. Er gibt Halt und Schutz auf dem neuen Weg. Seit der Reformation hat sich das nicht geändert.

Konfirmationsmuseum

Wer die Ausstellung von Christian Matthes besuchen möchte, erreicht ihn telefonisch unter 040/ 229 444 26 oder per E-Mail an info@konfirmationsmuseum.de. Er bietet auch eine mobile Ausstellung an. Der Pastor im Ruhestand freut sich außerdem über neue Sammlerstücke für sein Museum. Weitere Informationen im Netz unter www.konfirmationsmuseum.de.

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