Apenrade : Königlicher Glanz zum Ferienauftakt

Vor dem offiziellen Blumenstrauß, den jedes Jahr ein anderes 'Blumenmädchen' aus der Region übergeben darf, bekam Königin Margrethe II. schon  diesen Strauß süddänischer Blumen von Linnea Ravn Johannsen (links) in die Hand gedrückt.  Fotos: Ulrik Pedersen
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Vor dem offiziellen Blumenstrauß, den jedes Jahr ein anderes "Blumenmädchen" aus der Region übergeben darf, bekam Königin Margrethe II. schon diesen Strauß süddänischer Blumen von Linnea Ravn Johannsen (links) in die Hand gedrückt. Fotos: Ulrik Pedersen

Mit Margrethe II. auf großer Fahrt / Zahlreiche Segler aus Apenrade gaben der Königsyacht Dannebrog am Dienstag ihr Geleit

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14. Juli 2012, 08:10 Uhr

Apenrade/Aabenraa | Die Zeit der großen Segelschiffe liegt ebenso lange zurück, wie die großen Zeiten Apenrades als bedeutende Hafenstadt. Doch genügend maritime Begeisterung, um das dänische Regentenpaar bei der Einfahrt in den Hafen mit einer standesgemäßen Flotte von Freizeitbooten begleiten zu können, gibt es auch im modernen Apenrade noch.

Mittendrin in der Schar der Segel- und Motorboote, die am frühen Dienstagmorgen in See stachen, um die Königsyacht zu empfangen und an den Kai zu geleiten, war die "Calot". An Bord des Motorbootes: Oma Elly und Opa Aksel Sønnichsen aus Tondern mit den Enkeln Christian und Frederik, sieben und fünf Jahre alt. Die beiden hatten erst einen Tag zuvor bei Oma und Opa auf der "Calot" angeheuert und sind bereits das dritte Enkel-Gespann, das diesen Sommer mit den Großeltern zur See fährt. Insgesamt haben die Sønnichsens acht Enkel, die sich jedes Jahr das Steuerrad in die Hand geben. Und während Oma Elly noch den Abwasch vom Frühstück erledigt, macht Opa Aksel in aller Frühe das Boot schon klar zum Ablegen zur wohl aufregendsten Fahrt, die seine beiden Enkel mit den königlich-dänischen Vornamen bisher erleben durften.

An Bord eines der anderen Geleitboote, einem typisch skandinavischen Knarr-Segler, befand sich an diesem ganz besonderen Dienstag der Vorsitzende des "Aabenraa Båt Club", Svend Mundeling. Der Wind stimmte. "Es lief richtig gut. Es war zwar ziemlich windig, aber das war genau richtig, um immer an der Seite der Dannebrog bleiben zu können", berichtet er anschließend. Die ganze Zeit über, erzählt Mundeling, hätten bei der Einfahrt in den Fjord Leute an Deck der Dannebrog gestanden und sich die rund 15 Boote angesehen, die sie begrüßten und begleiteten. Doch "ob die Königin und der Prinzgemahl auch dabei waren, konnte ich leider nicht richtig sehen."

Das Regentenpaar war mit der Dannebrog nach Apenrade gekommen, um danach über Land zum Gravensteiner Schloss weiter zu fahren, wo die Königlichen der familiären Tradition getreu den Sommerurlaub verbringen. Auch die Kinder und Enkel kommen in der Regel mindestens für einige Tage in das Schloss an der Flensburger Förde.

Das nächste Mal wird die Dannebrog wieder in drei Jahren nach Apenrade kommen. Jedes Jahr - auch das eine königliche Tradition - geht das Regentenpaar nämlich in einer anderen der drei nordschleswigschen Hafenstädte Sonderburg, Hadersleben und Apenrade von Bord.

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