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Kieler Woche: Windjammerparade wird zur Protest-Aktion

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Alles wie immer bei der diesjährigen Windjfammerparade zur Kieler Woche. Nicht ganz. Denn neben trüben und regnerischem Wetter nutzen zahlreiche Segler die Parade der Großsegler für eine Protest-Aktion. Das Führungsschiff der Parade - die Thor Heyersahl nahm am Morgen wie geplant Kurs auf Loebe. Doch als die ersten 20 Schiffe ihre Wartepositionen am Ostufer der Kieler Förde verlassen haben, bietet sich den tausenden Zuschauern an der Uferpromenade ein ungewohntes Bild: Als hätten sie ihren Einsatz verpasst, halten die Besatzungen von rund 75 weiteren Schiffen der still. In der Parade, in der sich die Windjammer sonst dicht aneinanderreihen, tut sich eine weithin sichtbare Lücke auf. Die Aktion sollte ein Zeichen setzen gegen die vom Bundesverkehrsministerium geplante Sicherheitsverordnung für Traditionsschiffe. Betroffen seien alle etwa 110 Traditionsschiffe in Norddeutschland, sagen Experten. Ihnen drohe die Stilllegung.