Vattenfall und Atomaufsicht : Kernkraftwerk Brunsbüttel: Störung in der Brandmeldeanlage

Bei Kontrollen wurden Signale nicht korrekt an die Brandmeldezentralen weitergeleitet. Es war das dritte meldepflichtige Ereignis seit April 2015.

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23. August 2016, 18:34 Uhr

Brunsbüttel/Kiel | Im abgeschalteten Atomkraftwerk Brunsbüttel hat bei einer Prüfung ein Teil der Brandmeldeanlage nicht wie vorgesehen funktioniert. Wie Betreiber Vattenfall und die Atomaufsicht in Kiel am Dienstag berichteten, waren bei der Kontrolle am Mittwoch vergangener Woche die Signale von probeweise ausgelösten Brandmeldern nicht an die jeweiligen Brandmeldezentralen weitergeleitet worden. Dabei handelte es sich um Brandmelder zur Überwachung des Hilfskesselgebäudes und des Kühlwasserpumpenhauses. Die Panne gehört in die unterste Meldekategorie.

Nach dem Austausch einer Elektronikkarte funktionierte die Brandmeldeanlage wieder vollständig, gab Vattenfall an. Nach Angaben des Energieministeriums in Kiel war es das dritte meldepflichtige Ereignis im Zusammenhang mit dem Brandschutz im Kernkraftwerk Brunsbüttel seit April 2015. Experten sollen diese Häufung jetzt prüfen. Das Kraftwerk ist seit neun Jahren dauerhaft vom Netz und wird für die Stilllegung vorbereitet.

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