Rinderseuche BHV1 : Keine weiteren Rinderherpes-Fälle in SH

Rinder stehen im Morgennebel auf einer Weide. /Archiv
1800 Rinder in SH sind von dem Herpesvirus betroffen.

Auf vier Betrieben waren Rinder mit dem Virus infiziert. Die Hälfte wurde geschlachtet.

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19. Februar 2018, 16:56 Uhr

Kiel | In Schleswig-Holstein sind keine neuen Fälle der Rinderseuche BHV1 entdeckt worden. Wie das Landwirtschaftsministerium am Montag mitteilte, fielen alle Proben negativ aus, die nach dem Ausbruch an mehreren Orten Anfang des Monats untersucht wurden. „Ich bin sehr erleichtert“, sagte Minister Robert Habeck (Grüne).

Anfang Februar war in vier Betrieben das Bovine Herpesvirus 1 festgestellt worden. In Padenstedt (Kreis Rendsburg-Eckernförde) trug auf einem Bauernhof ein erkranktes Tier das Virus. Bei fast allen anderen rund 660 Tieren wurden Antikörper gegen das Virus nachgewiesen.

Das Fleisch dieser Tiere muss dem Ministerium zufolge nicht vernichtet werden. Es könne bedenkenlos verzehrt werden, da der Erreger nicht auf den Menschen übertragbar sei. Klinisch erkrankte Tiere werden getötet und dürfen nicht als Lebensmittel in den Handel.

Zudem waren in einem weiteren Betrieb im Kreis Rendsburg-Eckernförde und auf zwei Höfen im Kreis Stormarn ebenfalls an Rindern Antikörper festgestellt worden. Diese Betriebe wurden gesperrt. Infizierte Tiere mit Antikörpern wurden oder werden geschlachtet. Von insgesamt 1800 betroffenen Rindern wurde bisher die Hälfte geschlachtet. Für diese Tiere zahlen der Tierseuchenfonds und das Land zusätzlich zum Schlachterlös eine Entschädigung.

Betriebe mit einem erhöhten BHV1-Risiko werden derzeit über die regulären Kontrolluntersuchungen hinaus engmaschiger überwacht. Auch hier waren alle Proben negativ. Offiziell gilt Deutschland seit Juni 2017 als frei von BHV1. Einzelnachweise gefährden den Status nicht.

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