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Stationsschliessungen : „Keim-Krise“ verursacht für UKSH Schaden in Millionenhöhe

vom

3,9 Millonen Euro beträgt der wirtschaftliche Schaden für das UKSH. Versicherungen übernehmen nur einen Bruchteil.

shz.de von
erstellt am 26.Feb.2015 | 11:52 Uhr

Kiel | Die „Keim-Krise“ am Kieler Universitätsklinikum (UKSH) hat einen wirtschaftlichen Schaden von knapp 3,9 Millionen Euro angerichtet. „Hauptgrund dafür war, dass wir Stationen sperren mussten“, sagte UKSH-Sprecher Oliver Grieve am Donnerstag. Nur 500.000 Euro davon sind durch Versicherungen gedeckt. Für das Klinikum beläuft sich der Schaden damit auf 3,361 Millionen Euro. Zuvor hatte NDR 1 Welle Nord darüber berichtet.

Der Befall von 31 Patienten in Kiel mit dem multiresistenten Keim Acinetobacter baumannii geht nach wissenschaftlichen Analysen auf einen Türkei-Urlauber zurück. Der Mann war nach einem Unfall zunächst in einem Krankenhaus in der Türkei behandelt und im Dezember nach Kiel verlegt worden. Das türkische Krankenhaus hatte laut UKSH mitgeteilt, der Mann habe keine gefährlichen Keime. Dennoch sei ein Screening (Untersuchung) gemacht worden.

Weil der Patient in Kiel aber notoperiert werden musste, konnte das UKSH das oft nach mehreren Tagen erst vorliegende Ergebnis nicht abwarten. Auf der Intensivstation war zudem kein Einzelzimmer frei.

In Kiel starben von den 31 Patienten 14. Elf von ihnen starben den Ärzten zufolge aber nicht an dem Keim, sondern an ihren vorher bestehenden Erkrankungen. Der Keim ist gegen fast alle Antibiotika resistent.

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