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9761 Mitglieder : Jugendfeuerwehren in Schleswig-Holstein „boomen“

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Die Zahl der Mitglieder steigt auf Rekord-Niveau. Zu den Neuen gehören auch zahlreiche junge Flüchtlinge.

shz.de von
erstellt am 01.Apr.2017 | 15:03 Uhr

Kiel | Schleswig-Holsteins Jugendfeuerwehren erfreuen sich steigender Beliebtheit. Mit 9761 Jungen und Mädchen im Jahr 2016 sei ein neue Rekord bei den Mitgliederzahlen erreicht, sagte Landesjugendfeuerwehrwart Dirk Tschechne am Sonnabend. 2015 zählte die Nachwuchsorganisation der Feuerwehr 9754 Mitglieder im Alter von zehn bis 18 Jahren. Auch die Zahl der Gruppen im Land stieg um zwei auf nunmehr 435.

In den Jugendfeuerwehren werden die jungen Schleswig-Holsteiner auf den späteren Einsatz vorbereitet, wie Verbandssprecher Holger Bauer sagte. Für Innenstaatssekretärin Manuela Söller-Winkler geht die Bedeutung der Jugendfeuerwehren über eine reine Nachwuchssicherung hinaus. „Junge Menschen lernen dort, für andere Menschen da zu sein, ihnen zu helfen, wenn sie Not geraten“, sagte sie.

Auch zahlreiche junge Flüchtlinge engagieren sich begeisterte in den Jugendfeuerwehren. „Sie integrieren sich ganz schnell,“ sagte Tschechne. 166 der insgesamt 435 Jugendfeuerwehren im Land hätten bereits Mitglieder mit Migrationshintergrund. „Eine Zahl, die noch weiter wachsen wird.“

Landrat Rolf-Oliver Schwemer ergänzte, es sei der beste Weg zur Integration von Flüchtlingen, „wenn junge Menschen auf diese Weise miteinander ins Gespräch kommen, sich kennen lernen und voneinander lernen und gemeinsame Sichtweisen auf Dinge entwickeln.“ Staatssekretärin Söller-Winkler betonte dabei die individuellen Erfahrungen in den Jugendfeuerwehren, die die Persönlichkeitsentwicklung der Jungen und Mädchen prägten und für ihr weiteres Leben mitbestimmend sein würden.

Doch Schleswig-Holstein Jugendfeuerwehr rekrutiert nicht nur neue Mitglieder, sie schafft auch anhaltende Begeisterung bei vielen Jungen und Mädchen. 529 Übertritte in die aktive Wehr zählte der Landesverband im vergangenen Jahr, wie die stellvertretende Landesvorsitzende Ilona Dudek sagte.

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