Jübek Open Air vor dem Start

Marco Sohr, Florian Lorenz und Simon Prato (v.li.) wollen mehr Besucher mit mehreren Bands ins Motodrom locken. Foto: ecg
1 von 2
Marco Sohr, Florian Lorenz und Simon Prato (v.li.) wollen mehr Besucher mit mehreren Bands ins Motodrom locken. Foto: ecg

In drei Wochen beginnt Festival mit neun Bands aus der Region und Übersee / Veranstalter optimistisch

Avatar_shz von
02. August 2012, 07:30 Uhr

Jübek | Gleich zwei Quartetts aus der Region spielen auf dem diesjährigen Jübek Open Air (JOA) am 25. August: "Ludwig van" aus Flensburg und "Vierkanttretlager" aus Husum.

Die Nordfriesen touren derzeit mit ihrem Debütalbum "Die Natur greift an" durch Deutschland. Die Band wird in den höchsten Tönen gelobt. Sänger Max Richard Leßmann hätte nicht damit gerechnet, "dass wir es eines Tages ins Magazin ,Rolling Stone schaffen würden". Der stetige Aufstieg Leßmanns und seiner Freunde Christian Topf (Gitarre), Leif Boe (Schlagzeug), Momme Friedrichsen (Bass) als "Vierkanttretlager" dauert bereits dreieinhalb Jahre an. In ihren Texten gehöre es zu ihren Fähigkeiten, sich nicht von anderen beeinflussen zu lassen. "Vierkanttretlager" könnten die Indie-Rock-Szene als würdige Nachfolger der Hamburger Schule aufmischen: Kantig, poppig, alles ist möglich. "Wir haben uns musikalisch nie festgefahren, weil wir in Husum fernab von irgendwelchen Szenen aufgewachsen sind", verrät Max Richard Leßmann.

Das Quartett aus Flensburg um Frontmann Jesper Jacobsen sowie Lennart Dose, Pascal Flor und Hinnerk Brunk verausgabt sich als Band "Ludwig van" auf den jeweiligen Bühnen als deutsch-dänische Indie-Rock-Band. Die Flensburger wurden Sieger beim "John Lennon Talent Award 2008/2009" (JLTA). Die vier früheren Duborg-Schüler "sind eine Britpop-Band, wie man es erwarten würde", schrieb die Süddeutsche Zeitung. Nach ihrem Erfolg beim JLTA haben sie Flensburg den Rücken gekehrt. Sie spielen aber immer wieder gern in der Heimat, betont Lennart Dose.

Die Besucher des Festivals, das zum dritten Mal stattfindet, können sich auf eine bunte Mischung verschiedener Musikrichtungen freuen. Denn den neuen Gesellschaftern des JOA, Florian Lorenz, Simon Prato und Marco Sohr, ist es auch durch eine Kooperation mit der Itzehoer Versicherung gelungen, das Programm vielseitiger zu gestalten. ",Nations Afire kommt sogar aus den USA", lässt Prato wissen. Die Musiker hätten eine Vergangenheit bei Punk- und Hardcore-Bands wie "Rise Against" und "Ignite", erklärt er.

Zudem können die Veranstalter einen weiteren JLTA-Gewinner präsentieren: Shenaniganz aus Bayern gewannen 2010/2011. Sie wurden Dritter beim "Global Battle of the Bands" in Malaysia. Headliner des Festivals sind die "Donots" und "Jupiter Jones", die das Sandbahnstadion rocken sollen. Weitere Bands sind Fiddlers Green, Haudegen und Panacea Experience aus Dithmarschen.

Das Jübek Open Air war früher eine Institution unter den Festival-Liebhabern. Es startete 1985 unter anderen mit Felix de Luxe, es folgten in den Jahren Joe Cocker, Udo Lindenberg, Status Quo und die damals zu den Nachwuchs-Bands gehörenden H-Blockx sowie die Fantastischen Vier - bis es 1997 endete.

Aber die neuen Gesellschafter wollen dem Festival wieder zu altem Glanz verhelfen. Zudem seien "Ludwig Van" und "Vierkanttretlager" Lokalmatadoren und "passen in unser Profil", beschreibt Simon Prato. "Aber auch Fans der anderen Bands dürfen gern nach Jübek kommen", fügt er schmunzelnd an.

www.jübekopenair.de

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen