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Jazz goes Föhr : Große Musiker auf kleiner Insel

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Das Wyker Festival findet in der nächsten Woche zum 20. Mal statt. Stargast ist Nils Landgren.

von
erstellt am 21.Jul.2017 | 07:00 Uhr

Eine Gruppe jazzbegeisterter Insulaner um den damaligen Musikschulleiter Wolfgang Philipp rief im Jahr 1998 das Festival „Jazz goes Föhr“ ins Leben. Dass sich aus der kleinen Konzertreihe schnell ein Jazz-Ereignis entwickeln sollte, das weit über die kleine Insel hinausstrahlen würde, hätten sich Philipp und seine Mitstreiter damals wohl kaum träumen lassen. Doch bald hatte sich in der Szene herumgesprochen, dass das Festival mitten im Wattenmeer eine ganz besondere Atmosphäre hat und das Musizieren dort nicht nur dem Publikum sondern auch den Künstlern einen riesengroßen Spaß macht. Und so konnte Philipp schon bald international bekannte „Zugpferde“ engagieren, die nun ihrerseits einen Beitrag dazu leisteten, dass „Jazz goes Föhr“ immer bekannter wurde und das Publikum von weit her in der Festival-Woche auf die Insel reisen lässt.

Vom 23. bis 28. Juli findet nun die 20. Auflage der Veranstaltungsreihe statt, und dann werden wieder viele musizierende Föhr-Fans auf der Bühne des kleinen Wyker Kurgartensaals stehen, die sonst in viel größeren Konzertsälen zuhause sind. So wie Nils Landgren. Der Jazz-Baltica-Chef wird bereits zum vierten Mal beim Föhrer Festival dabei sein. „Mister Red Horn“ gestaltet mit seiner roten Posaune und seiner Funk Unit das Abschlusskonzert am 28. Juli im Kurgartensaal.

Zum Auftakt des Föhrer Jazz-Festivals gibt es traditionell Konzerte von Nachwuchs-Bands. So werden am 23. Juli um 15 Uhr im Musikpavillon am Sandwall das englische Leeds Youth Jazz and Rock Orchestra und die Youngster Big-Band der Wyker Kreismusikschule gemeinsam auftreten.

Alle anderen Festival-Konzerte finden um 20 Uhr im Kurgartensaal statt, wo am 24. Juli das Multicolore Saxofonquartett an Duke Ellington, Paul Desmond und George Gershwin erinnern wird und am 25. Juli mit den Brüdern Roman und Julian Wasserfuhr zwei junge Musiker auftreten werden, die auf Föhr schon längst eine Fangemeinde haben.

„Wiederholungstäter“ in Sachen Föhr sind auch die Mitglieder von Quadro Nuevo, die ihre Band selbst als „die europäische Antwort auf den Argentinischen Tango“ bezeichnen. Zuletzt hatten sie im vergangenen Herbst ein vom Rotary-Club organisiertes Konzert in Wyk gegeben und nun werden sie am 26. Juli im Kurgartensaal auftreten.

Auch der Trompeter Ingolf Burkhardt ist seit Jahren Stammgast beim Föhrer Jazz-Festival und hat mit seiner Band Jazul auch schon in der Nieblumer Kirche gespielt. Jazul bestreitet das Festival-Konzert am 27. Juli.

Doch nicht nur bei den Konzerten kann man die Musiker erleben, bei den anschließenden Sessions in der Wyker Musikschule kann man den Stars ganz nahe kommen. Denn dort treffen sich allabendlich Künstler und Publikum zu langen Jazz-Nächten, bei denen nicht nur die Profis zu hören sind, sondern jeder sein Instrument mitbringen und mitswingen kann.

Das Föhrer Jazz-Festival ist eben etwas ganz besonderes.

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