14 Personen in Bürgerkriegsgebieten : Innenministerium: SH ist auf mögliche IS-Rückkehrer vorbereitet

IS-Unterstützer im Irak.
IS-Unterstützer im Irak.

Laut der Behörde waren aus Schleswig-Holstein 33 Personen „dschihadistisch motiviert“ nach Syrien und in Irak ausgereist.

shz.de von
20. Februar 2019, 11:45 Uhr

Kiel | Schleswig-Holsteins Behörden bereiten sich auf die mögliche Rückkehr von Anhängern der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) vor. Aus dem Norden dürften sich 14 Personen noch in den Bürgerkriegsgebieten in Syrien und im Irak aufhalten, wie ein Sprecher des Innenministeriums am Mittwoch sagte. „Den Sicherheitsbehörden liegen zu keiner dieser Personen gesicherte Erkenntnisse über deren dortige möglicherweise dschihadistische Aktivitäten vor.“

Einige sitzen nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes in Lagern, weil ihnen Straftaten vorgeworfen werden. Zuvor hatten die „Kieler Nachrichten“ über mögliche IS-Rückkehrer berichtet. „Unsere Sicherheitsbehörden sind vorbereitet – Details dieser Vorbereitungen werden nicht bekannt gegeben“, sagte der Ministeriumssprecher.

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Laut Innenministerium waren aus Schleswig-Holstein 33 Personen „dschihadistisch motiviert“ nach Syrien und in den Irak ausgereist. Zehn von ihnen seien vor Ort ums Leben gekommen, neun weitere zurückgekehrt. „Zu keinem dieser Rückkehrer liegen belastbare Informationen vor, dass diese sich vor Ort aktiv an Kampfhandlungen beteiligt haben.“

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) will ehemalige IS-Kämpfer und ihre Familien nur nach Deutschland zurückkehren lassen, wenn ihre Identität zweifelsfrei geklärt ist und sie kein unkalkulierbares Sicherheitsrisiko darstellen. „Jeder Einzelfall muss vor Ort geklärt werden, bevor irgendjemand ins Flugzeug gesetzt wird“, sagte er.

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