17,1 Prozent erwerbstätig : Immer mehr Senioren in Schleswig-Holstein arbeiten

Innerhalb von zehn Jahren ist der Anteil der arbeitenden Senioren um neun Prozentpunkte gestiegen.

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18. Oktober 2018, 13:22 Uhr

Kiel | Der Anteil der arbeitenden Senioren hat in Hamburg in den vergangenen zehn Jahren deutlich zugelegt. Fast 17,2 Prozent der 65- bis 69-Jährigen war 2017 erwerbstätig, wie aus Zahlen des Statistischen Bundesamtes vom Donnerstag hervorgeht. Damit lag der Stadtstaat über dem Bundesdurchschnitt von 16,1 Prozent. 2007 lag die Erwerbstätigenquote der Hamburger Senioren noch bei 7,3 Prozent.

Die Rente aufzubessern ist für das verlängerte Arbeitsleben nicht der einzige Grund. „Viele Leute wollen das und arbeiten freiwillig weiter. Es ist sehr identitätsstiftend, weiter im Arbeitsleben zu stehen“, sagt die Altersforscherin Verena Klusmann von der Universität Hamburg. „Und es ist gesellschaftlich gewollt. Man will die Älteren halten, man kann auf ihre Expertise nicht verzichten.“

Klusmann forderte, das Eintrittsalter in den Ruhestand flexibler zu gestalten. Wer gewillt sei, länger zu arbeiten, solle nicht daran gehindert werden. Andererseits müsse es möglich sein, auch früher ohne extreme Nachteile aus dem Job auszuscheiden – etwa in körperlich sehr belastenden Berufen.

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