Im Reich der Konfitüre

Bei der Werks-Eröffnung: Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe (links), Ministerpräsident Torsten Albig und der Vorsitzende der Geschäftsführung der Schwartauer Werke, Sebastian Schaeffer.  Foto: ill
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Bei der Werks-Eröffnung: Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe (links), Ministerpräsident Torsten Albig und der Vorsitzende der Geschäftsführung der Schwartauer Werke, Sebastian Schaeffer. Foto: ill

20 Millionen Euro: Schwartauer Werke haben die größte Investition ihrer Firmengeschichte getätigt

shz.de von
15. September 2012, 09:43 Uhr

Bad Schwartau | Die Schwartauer Werke feierten gestern die Eröffnung eines neues Konfitürenwerkes. Rund 20 Millionen Euro wurden am Standort investiert. "Mit dem Bau des neuen Konfitürenwerkes sichern wir langfristig Arbeitsplätze am Standort in Bad Schwartau und Lübeck und sind für die Zukunft flexibel aufgestellt", sagte Dr. Arend Oetker, Eigentümer der Schwartauer Werke. "Für mich gehört Schwartau zu Schleswig-Holstein wie die Erdbeermarmelade aufs Brötchen", so Minsterpräsident Torsten Albig.

Insgesamt arbeiten rund 780 Mitarbeiter in der Verwaltung, dem Forschungs- und Entwicklungszentrum, der Konfitürenproduktion und in der Herstellung von Müsliriegeln. Die Schwartauer Werke sind mit einem Marktanteil von rund 40 Prozent Marktführer im Bereich der Konfitüren. Rund 140 Millionen Gläser werden jährlich hergestellt. Über 230 verschiedene Rezepturen sorgen im In- und Ausland für Abwechslung auf dem Frühstückstisch.

Die detaillierte Planung des neuen Konfitürenwerkes startete mit der Übergabe des Förderbescheids im März 2011. Das Zukunftsprogramm Wirtschaft unterstützt dieses Projekt mit drei Millionen Euro aus Mitteln der Europäischen Union.

"Die Schwartauer Werke mit ihrer über 100-jährigen Firmengeschichte haben sich zu einem bedeutenden Arbeitgeber für Schleswig-Holstein entwickelt", sagte Ministerpräsident Albig. Daher sei die Entscheidung gut begründet gewesen, dass das Land den Aufbau des Werkes unterstützt hatte.

Das neue Konfitürenwerk ist aus zwei bestehenden Gebäuden der Schwartauer Werke auf Lübecker Grund entstanden - unmittelbar an der Grenze zu Bad Schwartau. Das vorhandene Tiefkühllager und eine Fabrikhalle für Abfülllinien wurden durch einen zweistöckigen Neubau mit einer Fläche von 2600 Quadratmetern miteinander verbunden. Die neue Fruchtvorbereitung und die neuen Kochanlagen haben die Kapazität, jährlich bis zu 25 000 Tonnen Konfitüre, Kaffee- und Fruchtsirup sowie Dessertsaucen an die Abfülllinien zu liefern. "Diese größte Einzelinvestition in der Geschichte der Schwartauer Werke ermöglicht es uns, effizienter zu produzieren und weiter zu wachsen, um unsere Marktführerschaft weiter auszubauen", serklärte Sebastian Schaeffer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Schwartauer Werke.

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