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Schleswig-Holstein

21. Oktober 2017 | 04:14 Uhr

Tourismus : Im Juli weniger Besucher in SH

vom

Die Gästezahl und die Übernachtungsquote in Schleswig-Holstein gingen im Sommer 2014 zurück. Ein Grund dafür liegt in Nordrhein-Westfalen.

shz.de von
erstellt am 19.Sep.2014 | 12:29 Uhr

Kiel | Trotz besten Sommerwetters sind im Juli weniger Touristen nach Schleswig-Holstein gekommen als im gleichen Vorjahresmonat. 957.000 Übernachtungsgäste zählten die Beherbergungsstätten mit mindestens zehn Betten und die Campingplätze. Das waren 0,6 Prozent weniger als im Juli 2013, berichtete das Statistikamt am Freitag. Die Zahl der Übernachtungen sank um 5,4 Prozent auf 4,18 Millionen.

In den ersten sieben Monaten des Jahres reisten insgesamt 3,83 Millionen Gäste im Norden an, 6,2 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Bei den Übernachtungen gab es ein Plus um 2,6 Prozent auf 14,41 Millionen. Der Rückgang im Juli kam zustande, obwohl das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen, aus dem traditionell viele Urlauber kommen, diesmal schon zwei Wochen früher im Monat mit den Ferien begann als im Vorjahr. Dafür startete das Nachbarland Niedersachsen mit den Ferien diesmal erst am 31.

Tourismus-Minister Reinhard Meyer (SPD) wertete die schwächelnden Juli-Zahlen als Beleg dafür, dass der diesjährige Gesamtferienzeitraum von 73 Tagen zu eng geschnitten war. „Deshalb bin ich froh, dass auf unsere Initiative hin der Gesamtzeitraum für die Sommerferien ab 2018 auf durchschnittlich 84,6 Tage erweitert wird“, sagte er. „Auch wenn wir damit noch unter unserer Wunsch-Marke von 90 Tagen bleiben, so wird dies die Rahmenbedingungen für den Tourismus in Schleswig-Holstein dauerhaft verbessern.“

Er sei trotz des Rückgangs im Juli mit der gesamten Entwicklung des Tourismus sehr zufrieden, sagte Meyer. In diesem Jahr lagen die Sommerferien aller Länder zwischen dem 7. Juli und dem 15. September 2014. Der späte Sommerferienbeginn führte laut Meyer somit dazu, dass der Juli in diesem Jahr als klassischer Hauptferienmonat faktisch ausgefallen sei. Die Urlaubsorte an Nord- und Ostsee hätten deshalb auch erst für Anfang August eine gute Auslastung ihrer Beherbergungskapazitäten gemeldet.

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