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Geesthacht : „Ich töte euch alle“ - Mehr als 1000 Schüler wegen Drohung nach Hause geschickt

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Ein Sechsklässler steht im Verdacht, die Drohung auf dem Schulweg hinterlassen zu haben.

Geesthacht | Eine mit Kreide an eine Holzfassade geschriebene Drohung hat am Donnerstag zum vorzeitigen Schulschluss für mehr als 1000 Kinder der Grundschule in der Oberstadt und der Bertha-von-Suttner-Gemeinschaftsschule in Geesthacht geführt.

Zufällig war am Vormittag ein Schriftzug mit dem Hinweis „Ich töte euch alle“ und weiteren Ausführungen an einem Holzpavillon am Schulweg entdeckt worden. In sozialen Netzwerken machte eine angebliche Bombendrohung die Runde. Die Schulleitung schaltete daraufhin die Polizei ein, die nahm die Sache ernst und wollte ein höchstes Maß an Sicherheit für die Schüler, die daraufhin nach Aktivierung einer Telefonkette von den Eltern abgeholt werden mussten oder nach Hause geschickt wurden.

 

Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen, mittlerweile steht ein Schüler einer sechsten Klasse der BvS unter Verdacht, Urheber der Drohung zu sein. Da er aber noch nicht strafmündig ist, wird ihn kein strafrechtliches Verfahren erwarten.

„Wir wollten gerade Kunst machen, als unsere Lehrerin in die Klasse kam und uns von einer Bedrohung berichtete“, erzählte Lara Müller. Die Elfjährige besucht eine vierte Klasse der Grundschule in der Oberstadt und wurde von ihrer Mutter abgeholt. „Ich war auf der Arbeit, als ein Anruf kam“, schilderte Tanja Müller die Situation. „Ich bin aber ruhig geblieben, man hört ja öfters von solchen Drohungen“, sagte sie, als sie ihre Tochter abholte.

Die Grundschüler der Oberstadtschule am Schulweg mussten auf ihre Eltern oder Großeltern warten, die schon älteren Kinder der Bertha-von-Suttner-Gemeinschaftsschule (BvS) am Dösselbuschberg mit einem Nebengebäude am Schulweg durften alleine den Heimweg antreten.

„Es ist jetzt schon das dritte Mal, dass so etwas in der Art hier passiert. Die Eltern haben zum Glück sehr entspannt reagiert, es hat alles gut geklappt“, erklärte Ulrike Wulff, die Leiterin der Grundschule in der Oberstadt. Sie wies nach Rücksprache mit den Einsatzkräften der Polizei ihre Lehrkräfte an, sich mit den Kindern in den Klassenräumen einzuschließen. Dort warteten sie dann, bis sie abgeholt wurden. Um 12 Uhr waren nur noch 13 Schüler in den Klassen, Polizisten bewachten die Schule, bis alle Kinder in Sicherheit waren.

Einige Klassen der BvS nutzen noch ein Gebäude im Bereich der Grundschule, vom Schulhof aus ist der betroffene Holzpavillon zu erreichen. Wahrscheinlich waren einige Schüler zu früh in der Schule, einer schmierte dann wohl die Drohung an die Wand. „Darunter leiden dann auch wir mit unserer Grundschule, weil die Polizei die Drohung auf beide Schulen beziehen muss“, sagte Ulrike Wulff.

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erstellt am 13.Jul.2017 | 13:42 Uhr

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