Trainerwechsel : HSV schmeißt Titz raus – Hannes Wolf übernimmt

Die Hamburger liegen derzeit nur auf Platz 5 in der Tabelle – nicht gut genug. Kennen Sie noch alle Trainer vor Wolf?

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23. Oktober 2018, 13:44 Uhr

Hamburg | Der HSV trennt sich mit sofortiger Wirkung von Cheftrainer Christian Titz. Die Entscheidung wurde ihm am Dienstagmorgen von der Vereinsführung mitgeteilt. Das schrieb der HSV auf seiner Homepage und beim Kurznachrichtendienst Twitter.

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Ab Dienstagnachmittag übernimmt Hannes Wolf den Posten bei den Hamburgern, die derzeit nur auf Platz 5 der Tabelle stehen. Der 37-jährige Wolf hatte 2017 mit dem VfB Stuttgart die Zweitliga-Meisterschaft gewonnen. Er ist beim HSV der 24. Trainer in 21 Jahren. Wolf soll bereits am Mittwoch die erste Einheit im Volkspark leiten. Die aufstiegsambitionierten Hanseaten bestreiten am Freitagabend in Magdeburg ihr nächstes Pflichtspiel. Anstoß ist um 18.30 Uhr.

Sportchef Ralf Becker und der Vorstandsvorsitzende Bernd Hoffmann hatten zwei Tage nach dem enttäuschenden 0:0 gegen den VfL Bochum dem 47-jährigen Titz in einem persönlichen Gespräch mitgeteilt, dass er mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbunden sei. Der Vorstand ziehe damit die Konsequenzen aus der sportlichen Entwicklung. „Es gehört zu unserer Verantwortung, die sportliche Situation sachlich zu analysieren. Wir sind zu der Erkenntnis gelangt, dass wir leider nicht die angestrebte Entwicklung genommen haben und ein erhöhtes Risiko sehen, dass wir unser Saisonziel verfehlen werden“, sagte Becker.

Vor allem bei Heimspielen war der HSV in letzter Zeit weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Unter anderem verloren die Rothosen 0:5 gegen Jahn Regensburg und spielten 0:0 gegen den Stadtrivalen St. Pauli.

Der Wiederaufstieg ist erklärtes Ziel der Norddeutschen und angesichts der hohen Verbindlichkeiten auch wirtschaftliche Notwendigkeit. Mit 18 Punkten nach zehn Spieltagen rangiert der Traditionsclub an fünfter Position und wurde am Montag sogar vom Stadtrivalen FC St. Pauli (19 Zähler) überholt.

Nur 226 Tage im Amt

Nach dem Abstieg in der letzten Saison will der Verein auf jeden Fall wieder zurück in die erste Liga. Titz hatte die Mannschaft am Ende der letzten Spielzeit von Bernd Hollerbach übernommen, zuvor war er Trainer der zweiten Mannschaft des HSV.

Bei Fans und Verantwortlichen wurde der geborene Mannheimer zu Beginn viel für seine Arbeit gelobt und schaffte sogar beinahe den Klassenerhalt. Die positive Entwicklung konnte er jedoch nicht aufrechterhalten. Titz war nur 226 Tage im Amt.

HSV holt „Trainer des Jahres“

Vor allem in den Heimspielen fehlte der Mannschaft um Kapitän Aaron Hunt die Durchschlagskraft. In den sechs Saison-Begegnungen vor eigenem Publikum holten die Hanseaten nur acht Punkte, besonders prekär waren die Auftritte zum Start gegen Holstein Kiel (0:3) und Jahn Regensburg (0:5). Bei den vergangenen drei Auftritten erzielten sie im Volkspark kein Tor.

Titz war seit der Saison 2015/16 zunächst als Nachwuchstrainer bei den Hanseaten beschäftigt, am 12. März 2018 stieg er zum Cheftrainer des damaligen Bundesligisten auf. Trotz zehn Punkten aus den letzten sieben Partien konnte er den erstmaligen Abstieg des Traditionsclubs nicht verhindern.

Sein Nachfolger Wolf sollte noch am Dienstag (17 Uhr) in einer Pressekonferenz offiziell vorgestellt werden. Der 37-Jährige war am 28. Januar beim Bundesligisten VfB Stuttgart beurlaubt worden. In der Saison zuvor hatte er die Schwaben in die Bundesliga zurückgeführt. Trotz der Trennung wurde er vom DFB im März als „Trainer des Jahres“ ausgezeichnet. Damit wurde vor allem seine Arbeit im Nachwuchsbereich gewürdigt.

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