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Trotz Jakobs-Kreuzkraut : Honig aus SH ist meistens ungiftig

vom

Die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein hat im Rahmen eines Forschungsprojektes 200 Sommerhonige untersuchen lassen. Die Ergebnisse lassen aufatmen.

shz.de von
erstellt am 23.Okt.2015 | 17:07 Uhr

Molfsee | Eine gute Nachricht für Honigfreunde! Wie die Stiftung Naturschutz am Freitag bekannt gab, wurden nur vereinzelt erhöhte Werte giftiger Pyrrolizidin-Alkaloide (PA's) im Sommerhonig nachgewiesen. Damit kann der Honig aus Schleswig-Holstein bedenkenlos genossen werden.

Wie gelangt das giftige PA in den Honig?

Ist im Sommer der Raps verblüht, finden Bienen kaum noch Blühendes. Das Land wird immer intensiver bewirtschaftet und es werden nur wenige Feldfrüchte angebaut. Der Mangel an Alternativen hat für die Bienen zur Folge, dass sie vermehrt Nektar aus dem giftigen Jakobs-Kreuzkraut saugen. Es wächst an Straßenrändern, vor allem aber auf den extensiv bewirtschafteten Flächen der Stiftung Naturschutz und breitet sich im Norden immer weiter aus.

PA reichert sich in der Leber an und kann Zhirrosen und Krebs verursachen. Mehr Informationen zu dem Thema und der Situation im letzten Jahr finden Sie unter diesem Link.

Im vergangenen Jahr schickte der sh:z zwei Honigproben aus den Jahren 2012 und 2013 in ein unabhängiges Labor und dort wurden erschreckend hohe PA-Werte ermittelt.

Pyrrolizidin-Alkaloide werden als Abwehrstoffe gegen Fraßfeinde vom Jakobs-Kreuzkraut und von vielen Wildpflanzen produziert. Sie können unter bestimmten Umständen auch für Menschen gefährlich sein.

Im Auftrag der „Stiftung Naturschutz “ wurden 200 Sommerhonige aus ganz Schleswig-Holstein untersucht. Für 186 Proben liegen inzwischen Ergebnisse vor. Danach sind in zwei Dritteln der Proben gar keine Pyrrolizidin-Alkaloide enthalten. In weiteren 56 Sommerhonigen lagen die Belastungen in den meisten Fällen sehr deutlich unter dem Orientierungswert von 140 Mikrogramm/Kilogramm (ein Millionstel Gramm). Nur fünf Proben lagen mit Werten von 161 bis 463 Mikrogramm/Kilogramm über diesem Orientierungswert. Den betroffenen Imkern wurde empfohlen, die belasteten Honige nicht zu vermarkten, hieß es.

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