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SHFV-Pokalfinale : Holstein Kiel schlägt Weiche erst im Elfmeter-Drama

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der ETSV Flensburg-Weiche schlägt sich tapfer - nach 120 Minuten steht es im Pokalfinale 1:1. Dann siegen die Kieler mit 14:13.

shz.de von
erstellt am 17.Mai.2014 | 09:18 Uhr

Kiel | Das Endspiel um den SHFV-Lottopokal der beiden besten Fußballmannschaften Schleswig-Holstein endete mit einem glücklichen Erfolg des Favoriten. Drittligist Holstein Kiel bezwang den tapferen Regionallisten ETSV Weiche mit 14:13 nach Elfmeterschießen. Nach regulärer Spielzeit hatte es 1:1 (1:1) gestanden, in der Verlängerung änderte sich das Resultat nicht mehr. Unglücklichster Mann bei den Gästen war Nesim Hasanbegovic, der mit dem 26. Elfmeter an Daniel Strähle scheiterte, der als dritter Holstein-Keeper Niklas Jakusch und Maximilian Riedmüller vertrat.

Von Beginn an entwickelte sich eine muntere Partie, in der Kiels Casper Johansen in der zweiten Minute zum Distanzschuss kam, der aber über das Tor von Florian Kirschke flog. Danach versäumte es Holstein, die Marschroute von Trainer Karsten Neitzel – attackieren und zeigen, wer Herr im Haus ist – umzusetzen. Weiche drängte den Drittligisten in die eigene Hälfte und Florian Meyer hatte in der vierten Minute die erste Möglichkeit, doch sein Schuss wurde von der Kieler Abwehr geblockt. Drei Minuten später verfehlte Tim Wulff aus 18 Metern knapp das Tor von Daniel Strähle. Florian Meyer, der bis vor einem Jahr im Störche-Dress spielte, wurde an alter Wirkungsstätte zum auffälligsten Akteur der ersten Halbzeit und trieb die Gäste immer wieder nach vorn.

Die Kieler taten sich schwer gegen die gut organisierte Weicher Abwehr, die die taktischen Vorgaben von Trainer Daniel Jurgeleit diszipliniert umsetzte. Erst nach gut 20 Minuten befreiten sich die Gastgeber etwas. Dennoch fiel das 1:0 (32.) für Holstein unerwartet. Marc Heider überlief auf dem linken Flügel Patrick Thomsen und den überraschend als Verteidiger aufgebotenen Micha Dehner. Heiders Flanke wurde noch abgewehrt, doch den Abpraller erwischte der völlig alleingelassen Tim Danneberg, der aus zwölf Metern Weiches Torhüter Kirschke keine Chance ließ. Direkt nach Wiederanstoß rückten die Flensburger die Verhältnisse wieder gerade. Marc Böhnke tankte sich bis zur Grundlinie durch und passte von dort in den Lauf von Jonas Walter, der mit einem Linksschuss aus 13 Metern zum verdienten Ausgleich (34.) traf. Unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff verpasste Walter hauchdünn die Führung für die Gäste, als er aus 20 Metern den Pfosten traf.

Fiete Sykora, der nach der Pause für Johansen kam, brachte frischen Wind in die Kieler Offensive, war an mehreren Chancen beteiligt. Einen Klassenunterschied konnte Holstein jedoch nie deutlich machen, Weiche blieb auf Augenhöhe – bis zur Verlängerung, in der die Kräfte der Gäste deutlich nachließen. Mehrfach mussten Wadenkrämpfe behandelt werden. Holstein war überlegen, kam aber kaum zwingend vor das Flensburger Tor und hätte sich bei einem Konter beinahe noch den K.o. eingefangen, als Thomsen und Meyer vor Strähle auftauchten.

ETSV Weiche: Kirschke – Dehner (91. Hasanbegovic), Jürgensen, Hummel, H. Ostermann, Böhnke – Thomsen – Kasumovic (115. M. Meyer), Walter – Wulff, F. Meyer (77. Ilidio).

Holstein Kiel: Strähle – Herrmann, Gebers, Hartmann, Wetter – Danneberg, Vendelbo (111. Schäffler) – Siedschlag (77. Lindner), Johansen (46. Sykora) – Kazior, Heider.

Schiedsrichter: Kai Voss (Großhansdorf).

Zuschauer: 5797.

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