A20 in Mecklenburg-Vorpommern : Hirsch springt über Mittelschutzplanke ins Auto – Familie kam aus SH

Totalschaden am Passat nach Hirsch-Kollision. 

Totalschaden am Passat nach Hirsch-Kollision. 

Am zweiten Weihnachtstag kam es an der Küstenautobahn in Fahrtrichtung Rostock zu einem kuriosen Unfall trotz der Wildzäune.

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27. Dezember 2017, 14:16 Uhr

Rostock | Am Morgen des 2. Weihnachtsfeiertages informierte ein Autofahrer die Polizei über einen nicht alltäglichen Wildunfall auf der A20 in Höhe Neukloster (Mecklenburg-Vorpommern). Der 35-jährige Passat-Fahrer aus Schleswig-Holstein war in Fahrtrichtung Rostock unterwegs, als ein Hirsch die Mittelschutzplanke übersprang und plötzlich vor seinem Fahrzeug auftauchte.

Trotz Gefahrenbremsung kam es zur Kollision. Dabei ging die Frontscheibe zu Bruch. Anschließend lenkte der Leichtverletzte seinen Pkw auf den Seitenstreifen und seine Familie konnte das stark beschädigte Fahrzeug verlassen. Am Passat entstand ein Totalschaden, das Auto musste geborgen werden. Der Fahrer wurde durch die Besatzung eines hinzugezogenen Rettungswagens vor Ort ambulant behandelt. Der Hirsch erlag seinen Verletzungen.

Trotz durchgängiger Wildzäune an der A20 kommt es auch dort immer mal wieder zu Wildunfällen. So kam es im Herbst 2016 laut Polizeisprecher Axel Köppen „zu einer Wildschwein-Problematik im Bereich Wismar-Mitte, so dass die Geschwindigkeit herabgesetzt werden musste“.

Ein Loch im Wildzaun wurde beim Hirschunfall nicht festgestellt, wie ein Mitarbeiter der zuständigen Autobahnmeisterei in Upahl auf Nachfrage unserer Redaktion betonte.

Vor sechs Wochen erst fungierten auf der A14 bei Raben Steinfeld Polizisten gar als Treiber einer Wildschweinrotte. Zwischen Kreuz Schwerin und Abfahrt Schwerin Ost gibt es dort keine Wildzäune. Aber auch mit Zaun kommen Tiere auf Autobahnen – sie nutzen, wie die Autos auch, dazu die Auf- beziehungsweise Abfahrten.

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