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Heroin im Gepäck: Taxi-Reisender muss drei Jahre in Haft

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erstellt am 16.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Schuby/Flensburg | Immer wieder kommt es vor, dass Drogenschmuggler auf der A 7 auf ihrer Fahrt gen Norden erwischt werden. Und dass die Täter - soweit sie aus anderen EU-Ländern kommen - wieder auf freien Fuß gesetzt werden. So zuletzt geschehen bei einigen Drogenschmugglern aus Osteuropa, die im Frühjahr kurz vor Flensburg jeweils hunderte Kilo der Kaudroge Khat im Auto geladen hatten. Der Schwarzmarktwert lag bei bis zu 70 000 Euro. Ein Belgier hingegen, der in der Nacht zum 11. Februar mit einem Kilogramm Heroin in seiner Reisetasche aus einem Taxi geholt wurde, muss jetzt für drei Jahre ins Gefängnis.

Einer Streife der Bundespolizei war das Taxi mit Hamburger Kennzeichen auf der A 7 in Höhe Schuby aufgefallen. Der Fahrer hatte einen deutschen Führerschein, sein Beifahrer legte einen belgischen Pass vor. "Der 39-jährige Beifahrer war sichtlich nervös, es bildeten sich Schweißperlen auf seiner Stirn", berichtet Hans peter Schwartz, Sprecher der Bundespolizei in Flensburg. Im Kofferraum fanden die Beamten unter anderem seine Reisetasche. Der Reisende hatte dort Rauschgift versteckt - es handelte sich um zwei größere Päckchen Heroin im Schwarzmarktwert von rund 35 000 Euro, so Schwartz. Der Mann sei nach richterlicher Vorführung in die JVA Flensburg gekommen. Am Dienstag nun sei der mittlerweile 40-jährige Belgier im Amtsgericht Flensburg zu drei Jahren Haftstrafe verurteilt worden. "Wir freuen uns über jedes Gerichtsurteil", sagte Schwartz auf Nachfrage. "Es vermittelt ein abschreckendes Signal an potentielle Nachfolgetäter."

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