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Goldene Jahreszeit : Herbstanfang: So gelingt der Start

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Am Dienstag fängt offiziell der Herbst an. Von Mode über Ernährung bis zur Verkehrssicherheit: shz.de hat einige Tipps rund um den Beginn der goldenen Jahreszeit zusammengestellt.

Kaum ist die letzte Sommersonne verschwunden, wird es gleich wieder etwas ungemütlicher im Norden. Pünktlich zum Herbstanfang hat shz.de einige Tipps für einen perfekten Start gesammelt.

Hauptsache warm

 

Schal, Mütze und Handschuhe werden spätestens beim ersten Herbststurm hervorgeholt. Mit einer grobmaschigen Strickmütze in braun, altrosa, eierschale oder dunkelblau liegt man in dieser Saison voll im Herbsttrend.  Grobe Maschen sind auch bei Pullovern und Strickjacken angesagt, die über Blusen getragen werden. Ein absolutes Must have ist eine leichte, gesteppte Weste mit Fellkragen", sagt Hauke Petersen, Einkaufsleiter für den Damenbereich beim Modehaus ID Sievers in Rendsburg.  Bei den Accessoires dürfen Tücher nach wie vor nicht fehlen.

Gesund durch den Herbst

Mehr Gemüse und Obst wirken sich positiv auf die Gesundheit aus. Foto: Fotolia
Mehr Gemüse und Obst wirken sich positiv auf die Gesundheit aus. Foto: Fotolia
 

Nicht nur warme Kleidung hilft gegen eine Erkältung. Eine vitamin- und mineralstoffhaltige Ernährung beugt Husten und Schnupfen vor. Magnesium schützt zudem noch vor zu viel Herbststress. Vollkorn- und Michprodukte, Sojabohnen und Bananen sind besonders reich an Magnesium. Frisches Obst und Gemüse, zum Beispiel Zitrusfrüchte, Paprika, Spinat und Tomaten, sind ein guter Vitamin C-Lieferant.

Eine einfache, aber wirkungsvolle Erkältungsabwehr ist das regelmäßige Händewaschen. Erkältungsviren sitzen zum Beispiel auf Türklinken und gelangen von dort auf die Hände. Wenn man sich dann die Augen reibt oder an die Nase fasst, beginnen sie dort an, sich zu vermehren.

Licht und Luft fürs Wohlbefinden

Bewegung an der frischen Luft stärkt das Immunsystem.
Bewegung an der frischen Luft stärkt das Immunsystem. Foto: Heiko Lossie
 

Der „Herbst-Blues“ lädt leider nicht wie man vermuten könnte zum Tanzen ein. Vielmehr zeigt er sich in einem übersteigerten Schlaf-Bedürfnis. Auslöser ist häufig der Lichtmangel.

Dagegen helfen vor allem Licht und Luft. Man sollte möglichst oft und bei jedem Wetter nach draußen gehen. Je heller es draußen ist, desto besser ist der Effekt. Wenn die Augen in den hellen Himmel schauen, wird weniger Melatonin produziert. Das ist das Hormon, das müde macht. Zudem ist Bewegung in der Natur gut für das Immunsystem.

Sicher über glatte Straßen

Schmierfilm aus Biomasse: Wenn sich Laub und Feuchtigkeit gesellen, wird es glatt auf der Straße.
Schmierfilm aus Biomasse: Wenn sich Laub und Feuchtigkeit gesellen, wird es glatt auf der Straße. Foto: DVR
 

Nicht nur sich selbst, sondern auch sein Auto sollte man herbstfest machen. Dazu gehört auf jeden Fall der Reifenwechsel. Wenn die Temperaturen unter 7 °C sinken, ist es an der Zeit, die Winterreifen aufziehen zu lassen. Ist man sowieso schon einmal in der Werkstatt, empfiehlt es sich,  einen Beleuchtungstest an seinem Fahrzeug durchführen zu lassen.

Bei der der Fahrweise müssen einige Dinge beachtet werden. „Wichtig ist die Gewöhnung an die veränderten Verhältnisse auf den Straßen“, sagt Rainer Camen vom Tüv Nord. Die Straßen werden durch Laub rutschig - behutsames Bremsen und umsichtiges, vorausschauendes Fahren muss wieder zur Gewohnheit werden.  

Eine Gefahr, die viele noch gar nicht im Herbst erwarten, ist das Blitzeis. „Besonders auf Brücken sollte man immer mit dem Schlimmsten rechnen. Verkehrsschilder warnen an besonders gefährlichen Streckenabschnitten“, sagt Camen. Gegen Kälte und Frost sollten ein Eiskratzer, Handfeger, Taschenlampe und wärmende Decken im Auto bereit liegen.

Kulinarische Köstlichkeiten

Einige Klassiker der norddeutschen Küche dürfen im Herbst nicht fehlen. Grünkohl mit Kasseler und Süßkartoffeln sowie Birnen, Bohnen und Speck gehören einfach auf schleswig-holsteinische Tische. Ein Grünkohlrezept nach Nachkochen gibt es hier:

Grünkohl kann man übrigens auch im heimischen Garten anbauen. Die robuste Pflanze braucht einen sonnigen Platz und nährstoffreichen Boden. Wenn kein Frost mehr zu erwarten ist, werden die Samen zwei Zentimeter tief eingepflanzt.

Die Blumenpracht beginnt im Herbst

Eine schöne Rosenpracht beginnt im Herbst.
Eine schöne Rosenpracht beginnt im Herbst. Foto: Foto: Europa-Rosarium Sangerhausen
 

Wer es kaum erwarten kann, viele bunte Blumen und prächtige grüne Pflanzen in seinem Garten im nächsten Frühjahr wachsen zu sehen, muss bereits im Herbst etwas dafür tun. Klaus Hansen von den Mürwiker Baumschulen verrät, welche Arbeiten man jetzt anpacken muss. „Tulpen, Narzissen, Schneeglöckchen und Hyazinthen müssen im Herbst gepflanzt werden, damit sie sich über den Winter entwickeln.“

Die großen nach unten, die kleinen nach oben: Blumenzwiebeln sollten beim Einsetzen nach Größe und Blühzeit geschichtet werden.  
Die großen nach unten, die kleinen nach oben: Blumenzwiebeln sollten beim Einsetzen nach Größe und Blühzeit geschichtet werden.   Foto: Peer Grimm
 

Den Rasen sollte vor dem Winter gut gedüngt und kurz geschnitten werden. Empfindliche Pflanzen kommen am besten über die kalte Jahreszeit, wenn sie durch eine Mulchschicht vor Frost geschützt werden. „Bei immergrünen Pflanzen ist es wichtig, den Boden abzudecken und so offen zu halten.“ Wenn im Winter die Erde gefroren ist und die Sonne scheint, verdunstet Wasser über die Blätter. Durch den Frost kann die Pflanze aber keine Flüssigkeit neu aufnehmen. Aus demselben Grund empfiehlt es sich, Rosen im Schatten zu halten. „Die meisten braunen Stellen an Rosen entstehen durch Trockenheit“, sagt Hansen.

Spiel und Spaß

Ab an die frische Luft: Es gibt einige Freizeitbeschäftigungen, die man am besten im Herbst macht. Beim Kastanien sammeln und anschließendem Kastanienmännchen basteln kommen Kindheitserinnerungen auf. Einige Twitter-User sind schon fleißig dabei.

Wer bereits eigene Kinder hat, wird wohl beim traditionellen Laterne laufen mitmachen. Drachen steigen lassen geht bei einer frischen Herbstbrise am besten. Dabei sollte man allerdings aufpassen, dass es einem nicht wie diesem Herrn ergeht.

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erstellt am 22.Sep.2014 | 15:11 Uhr

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