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FDP-Landtagsfraktion : Heiner Garg wird Kubickis Nachfolger

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Sollte Wolfgang Kubicki im Herbst in den Bundestag einziehen, steht sein Nachfolger an der Fraktionsspitze im Landtag fest. Heiner Garg soll es nach Kubickis Wunsch sein.

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erstellt am 21.Mai.2013 | 02:30 Uhr

Flensburg / Kiel | Er hat das Haus bestellt. Wenn Wolfgang Kubicki im Herbst in den Bundestag einzieht, soll nach seinem Willen der ehemalige Sozialminister Dr. Heiner Garg sein Nachfolger an der Spitze der FDP-Landtagsfraktion werden. Das erklärte Kubicki in der Diskussionsveranstaltung "Talk am Tor" des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlages in dieser Woche im Science Center Phänomenta in Flensburg. Dort hatte Kubicki sich ein Jahr nach der Landtagswahl eine unterhaltsame Redeschlacht mit seinem Amtskollegen Ralf Stegner von der SPD geliefert. Als der Kubicki in die Enge treiben wollte und bemerkte, dass nicht mal klar sei, ob der Abgeordnete Christopher Vogt oder Heiner Garg Kubickis Nachfolger wird, antwortete Kubicki: "Soll ich es sagen? Garg wird es." Dass die Fraktion dem Vorschlag ihres Noch-Vorsitzenden Kubicki folgen wird, gilt als sicher.
Garg war von 2009 bis 2012 Landesminister für Arbeit, Soziales und Gesundheit sowie stellvertretender Ministerpräsident Schleswig-Holsteins. 2011 wurde er zum FDP-Landesvorsitzenden gewählt, zur Zeit ist der 47-Jährige Parlamentarischer Geschäftsführer der sechsköpfigen Landtagsfraktion. Damit er Kubicki, der seit 1996 dem Landtag angehört, im Fraktionsvorsitz nachfolgen kann, muss der erstmal in den Bundestag einziehen. Stegner zog in der Talkrunde zunächst in Zweifel, dass die FDP die Fünf-Prozent-Hürde im Bund schaffen könnte. Am Ende hielt er die Wette gegen Kubicki, der für die FDP im Norden ein Ergebnis von zehn Prozent prognostizierte, im Bund von acht.
Dass er Kubicki, den Stegner wegen der "Schwäche" der CDU als Oppositionsführer titulierte, vermissen wird - daran ließ Stegner bei aller Unterschiedlichkeit in der Sache keinen Zweifel. "Ich streite mich gern mit ihm." Vielleicht geht der Streit aber doch noch weiter - entweder wenn Stegner ins Bundeskabinett oder als SPD-Generalsekretär nach Berlin wechselt oder wenn Kubicki zurückkommt. Es sei ja bekannt, dass der FDP-Rebell sich gern mit der eigenen Parteispitze anlege so Stegner und prognostizierte: "Ich gehe davon aus, dass er wiederkommt."

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