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Feuer in Schulzentrum : Heide: Haftbefehl gegen drei Männer

vom
Aus der Onlineredaktion

Drei Tatverdächtige sitzen in Untersuchungshaft. Die Polizei legt ihnen 16 Fälle von Brandstiftung zur Last.

Heide | Nach dem Brand in der Turnhalle am Schultezentrum Heide-Ost in Heide sitzen zwei 17-Jährige und ein 19-Jähriger in Untersuchungshaft. Ein Richter am Amtsgericht Meldorf erließ gegen die drei jungen Männer Haftbefehl, teilt die Polizei mit. Sie befinden sich in Jugendhaftanstalten. Unter den Verdächtigen soll nach Informationen des NDR auch ein Feuerwehrmann sein. Polizeisprecherin Merle Neufeld wollte dazu offiziell keine Stellung nehmen.

Zwei junge Männer hatte die Polizei noch während der Löscharbeiten festgenommen - im Laufe der Ermittlungen kamen fünf weitere Festnahmen hinzu. Ein ziviles Streifenkommando hatte den 17-Jährigen und den 18-Jährigen schon länger beobachtet.

Von den insgesamt sieben Verdächtigen befinden sich vier inzwischen wieder auf freiem Fuß. Die jungen Männer im Alter von 16 bis 21 Jahren wurden noch am Mittwochabend festgenommen und verhört. Alle Verdächtigen ließen sich laut Polizei „unterschiedlich umfassend“ auf die Taten ein - trotzdem sei das Motiv weiterhin unklar.

Die Polizei vermutet, dass 16 Taten auf das Konto der jungen Männer gehen. Offenbar waren nicht jedes Mal alle dabei. Zum ersten Mal sollen die jungen Brandstifter am 18. August 2014 gezündelt haben: Auf dem Hof des Berufsbildungszentrums in Heide gerieten Mülltonnen in Brand. Bis zur Festnahme waren es „Schuppen, Rohbauten und weitere Container, die den Machenschaften der Sieben zum Opfer fielen“, schreibt die Polizei. In der Heider Dorfstraße ging eine landwirtschaftliche Halle mit Strohballen, Geräten und einer Photovoltaik-Anlage in Flammen auf. Schaden: 1,6 Millionen Euro.

Die Brände hatten Heide in Angst versetzt. Der Leiter der Heider Kripo, Denis Butgereit, äußert sich demenstprechend erleichtert: „Während sich die Tätigkeiten auf der Dienststelle unter erhöhtem Personaleinsatz mehr und mehr auf die Bearbeitung dieses einen Falls konzentrierten, wurden zusätzliche Streifen -offen und verdeckt- zu den tatrelevanten Zeiten auf die Straße gebracht. Ein großes Lob gilt den Mitarbeitern des Heider Reviers und des Zivilen Streifenkommandos.“

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erstellt am 10.Okt.2014 | 14:02 Uhr

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