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Interaktive Karte : Hansetag in Lübeck: Das Programm im Überblick

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Kaffee, Kuchen und Klönschnack bei wildfremden Menschen im Wohnzimmer? Das gibt es nur beim 34. Internationalen Hansetag der Neuzeit in Lübeck. Wir zeigen alle Programm-Höhepunkte auf einer Karte.

Lübeck | Schon seit Tagen schmückt rot-weißer Fahnenschmuck die Stadt und die ersten Teilnehmer sind bereits unterwegs. Es soll eines der größten Hanse-Treffen werden, seit der historische Bund 1980 in der niederländischen Stadt Zwolle wiederbelebt wurde. Mit rund 1000 Delegierten aus 120 Städten und 350 Einzelveranstaltungen wird der Hansetag 2014 in Lübeck zu einem echten Spektakel. Die Eröffnung ist Donnerstagabend vor dem Holstentor – mit Feuerwerk und einer großen Show, zu der auch Bundespräsident Joachim Gauck erwartet wird. Bis zum Ende am Sonntag rechnen die Organisatoren mit rund 400.000 Besuchern. Diese erwartet ein vielseitiges Programm aus europäischer Folklore, Kunst, kulinarischen Spezialitäten aus den rund 120 teilnehmenden Hansestädten, Betriebsbesichtigungen und Workshops zu wirtschaftspolitischen Themen.

Selbstverständlich ist auch für die Kleinen gesorgt. „Unser umfangreiches Kinderprogramm, bei dem junge Hanseaten eine mittelalterliche Stadt bauen und selbst verwalten können, ist nur durch die Hilfe von Stiftungen möglich“, sagte Doris Schütz vom Lübeck und Travemünde Marketing, das den Hansetag organisiert. Die Stadt präsentiert sich zudem von einer sehr privaten Seite: Beim „Lübeck Salon“ am Sonntag öffnen 220 Bürger und Bürgerinnen ihre Wohnzimmer oder Gärten und laden Besucher des Hansetags zu Kaffee und Kuchen ein. Es sind auch noch Plätze frei. „Wer die Stadt und ihre Menschen kennenlernen möchte, kann sich noch im Internet anmelden“, sagte Schütz.

Weitere Programm-Höhepunkte im Überblick:

 

„Der Hansetag ist eine Veranstaltung mit großem Unterhaltungswert, bringt aber auch kulturelle und wirtschaftliche Impulse für die Stadt“, sagte Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe (SPD), der automatisch auch Vormann der Hanse ist. So veranstaltet die Kaufmannschaft zu Lübeck ein Wirtschaftsforum zum Thema „Arbeitsmarkt und demographischer Wandel in der Hanseregion“, die Industrie- und Handelskammer lädt zu einem Workshop der Kreativbranche ein. Mit den Wirtschaftsforen will die neue Hanse an die Tradition des alten Bündnisses anknüpfen, das vom 14. bis zum 17. Jahrhundert Handel und Politik in weiten Teilen Europas mitbestimmt hat.

Hansetage gab es übrigens schon im Mittelalter – vor rund 350 Jahren waren sie aber noch reine Arbeitstreffen und keine Volksfeste, sagt der Lübecker Historiker und Hanseforscher Rolf Hammel-Kiesow. Dabei besprach man alles, was mit dem Fernhandel zusammenhing. Das reichte von Streitigkeiten zwischen einzelnen Städten bis zur Verhängung von Handelsembargos. In einem Museum soll die Geschichte der Hanse noch anschaulicher präsentiert werden – ursprünglich sollte es bis zum diesjährigen Hansetag auch fertig gestellt werden, nun ist die Eröffnung für März 2015 geplant.

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erstellt am 20.Mai.2014 | 06:30 Uhr

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