Flensburg gegen HSV : Handball: Ring frei zur dritten Runde

Es wird wieder hoch hergehen, wenn sich SG-Linkshänder Steffen Weinhold in die Hamburger Abwehr wirft.
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Es wird wieder hoch hergehen, wenn sich SG-Linkshänder Steffen Weinhold in die Hamburger Abwehr wirft.

Handball-Champions-League: Die SG Flensburg-Handewitt spielt heute Abend vor eigenem Publikum wieder gegen den HSV Handball. Es geht um den wichtigen zweiten Platz in der Gruppe D – vielleicht sogar um mehr.

shz.de von
21. November 2013, 09:41 Uhr

Flensburg | Elf Tage nach dem Duell in der Handball-Bundesliga, fünf Tage nach dem Hinspiel in der Gruppe D der Champions League messen sich die SG Flensburg-Handewitt und der HSV Handball heute (19 Uhr/Eurosport) erneut in der Flens-Arena. Die Gastgeber lassen keinen Zweifel daran, dass sie vor eigenem Publikum erneut einen Sieg anstreben. „Wir wollen den direkten Vergleich mit den Hamburgern mit 2:1 gewinnen. Auch der zweite Platz in der Gruppe ist wichtig und selbst der erste ja noch für uns drin“, sagt SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke.

Auch beim HSV hat die Angriffslust vor dem dritten Duell in kurzer Zeit nicht nachgelassen. „Der Sieg am Samstag hat uns Selbstvertrauen gegeben. Nun ist es aber an der Zeit zu beweisen, dass wir auch in Flensburg gewinnen können. Für einige unserer Spieler war die Stimmung in Flensburg noch etwas Neues. Jetzt wissen aber alle, was auf sie zukommt“, sagt der Hamburger Trainer Martin Schwalb.

Nach dem 31:29-Erfolg im Bundesliga-Spiel verblüffte SG-Trainer Ljubomir Vranjes die Fachwelt am vergangenen Sonnabend mit einer ungewöhnlichen Aufstellung. Vier Youngster durften neben den Routiniers Andersson, Weinhold, Knudsen und Karlsson weite Strecken der Partie in der O2-World bestreiten, die mit einem 32:27 für den Hamburger Luxuskader endete. „Ich stehe dazu. Solange ich Trainer bin, werde ich diesen Weg gehen, sonst kommen wir nicht weiter. Auch unsere zweite Sieben hat ein hohes Niveau“, unterstrich Vranjes noch einmal, dass er durchaus nicht die Absicht hatte, etwas zu verschenken. „Sie werden auch alle wieder spielen – wie viel, das ist eine andere Sache.“ 

Er betont den Wert der Erfahrung für Radivojevic, Gottfridsson, Wanne, Gustafsson und Nenadic, aber er muss eben auch mit den Kräften haushalten, gerade mit Blick auf das Bundesliga-Nordderby gegen Kiel, das am Sonntag nur 68 Stunden nach dem Spiel gegen Hamburg angepfiffen wird. „Im vergangenen Jahr habe ich einen Fehler gemacht. Da hatten wir nicht mehr Kraft genug für wichtige Spiele in März, April und Mai. Jetzt gehe ich einen anderen Weg und gucke, was das bringt“, kündigt Vranjes an. 

Auch mit den jungen Wilden ist alles möglich, so die Überzeugung des Schweden. Selbst in Hamburg hatte die „grüne“ Formation am Sieg geschnuppert, bekam nur nicht genug Schwung ins Angriffsspiel gegen die nach der Pause offensiver eingestellte HSV-Deckung. „Es gab ein paar Sequenzen, wo es hätte besser für uns laufen können“, meint Vranjes, der für heute jedoch sehr optimistisch ist. „Wir haben einen guten Rhythmus und wir sind sehr gut vorbereitet. Es ist egal, ob der HSV mit einer 6:0-Deckung, 5:1 oder 3-2-1 spielt.“ Was er mit Hamburgs Domagoj Duvnjak vorhat, verrät der SG-Coach natürlich nicht. Es muss aber nicht unbedingt wieder die Manndeckung wie in Hamburg sein, es gebe auch andere Möglichkeiten, gegen den „besten Spieler der Welt“ zu arbeiten.

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