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Forschungsschiff auf der Ostsee : „Haithabu“ findet Munition auf Ostseegrund

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Ein „schwimmendes Labor“: Die Aufgaben des Forschungsschiffes sind vielseitig.

shz.de von
erstellt am 10.Feb.2015 | 18:09 Uhr

Kiel | Schleswig-Holsteins modernstes Spezialschiff „Haithabu“ kann sogar zehn Zentimeter kleine Objekte auf dem Meeresgrund finden. „Es ist ein wahres Wunderschiff. Im Grunde gibt es keine Aufgaben, die es nicht bewältigen kann“, sagte Umweltminister Robert Habeck (Grüne) am Dienstag an Bord des 40 Meter langen Forschungsschiffs. Das Schiff hat rund zehn Millionen Euro gekostet. Untersuchungen des Meeresbodens, des Ostseewassers und auch das Aufspüren gefährlicher Hinterlassenschaften aus dem Zweiten Weltkrieg gehören zu den Aufgaben der „Haithabu“.

Das Schiff steht je zur Hälfte dem Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume sowie dem Havariekommando für die Ölbekämpfung auf der Ostsee zur Verfügung. Aber auch Experten des Kampfmittelräumdienstes nutzen die vor einem halben Jahr in Dienst gestellte „Haithabu“ und die Besatzung um Kapitän Bent Ohlsen für die Bergung von Munition. „Es ist Aufgabe des Schiffes, die Munition zur kartographieren“, sagte Habeck.

Er nannte die „Haithabu“ ein „schwimmendes Labor“. In erster Linie sei es zwar ein Ölbekämpfungsschiff. Tatsächlich werde es aber zum Unterwasser-Monitoring, zur Entnahme von Wasserproben und auch zur chemischen Analyse von Wasser und Sedimenten eingesetzt. „Das Team an Bord leisten damit einen wichtigen Beitrag für das regelmäßige Meeresmonitoring“, sagte der Minister.

„Nur wenn wir das Meer kennen, können wir es beschützen.“ Neben einem kleinen Unterwasser-Fahrzeug mit Kamera verfügt es auch über ein Seitensichtsonar. „Etwa ein Drittel der Ostsee im schleswig-holsteinischen Hoheitsgebiet sind bereits kartographiert“, sagte Meeresgeologe Christian Reimers. Das entspricht etwa 1000 Quadratkilometern. Das Sonar kann bis zu zehn Zentimeter kleine Objekte am Meeresboden ausmachen.

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