Grenzenlose Gaukelei: Schule macht Zirkus

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17. September 2009, 03:59 Uhr

Flensburg | Zaubern statt rechnen, Feuer-Speien statt Stillsitzen und Tauben-Dressur statt Buchstaben-Jonglage: An der Flensburger Waldschule atmen 300 Kinder echte Zirkusluft. Innerhalb von einer Woche studieren sie mit einer Artistenfamilie spektakuläre Kunststücke ein. Ab Freitag ist es so weit - dann heißt es: "Manege frei für den Zirkus Grenzenlos!"

Und grenzenlos werden die Vorstellungen im mächtigen Zelt auf dem Pausenhof in vielerlei Hinsicht ausfallen. Bei dem integrativen Projekt mischen nicht nur Waldschüler, sondern auch Kinder aus der Förderschule mit. Zugleich pendeln junge Artisten aus der Friskole in Gråsten momentan täglich nach Flensburg.

Neben der Sprachbarrieren überwinden die Kinder persönliche Grenzen: "Schüchterne spielen die größten Clowns, ängstliche Schüler wollen plötzlich Feuer speien", berichtet Andrea Kofeldt, Pressesprecherin des Projekts. Zusammen mit einem Team aus Kollegen und Eltern tüftelt sie seit November an dem 15 000 Euro teuren Spektakel , das die Kulturbrücke mit EU-Mitteln fördert.

Vor zwei Jahren hat sich die Waldschule schon einmal in einen Zirkus verwandelt. "Das war toll", erinnert sich Kofeldt. Die Zeichen dafür, dass sich dieser Erfolg am Freitag und Sonnabend wiederholt, stehen gut. Und die Begeisterung der Kinderartisten ist schon jetzt kaum mehr zu steigern.

.Termine: Freitag, 18. September, 10 und 15 Uhr; Sonnabend, 19. September, 11 und 15 Uhr. Karten: 2 Euro/3,50 Euro 852545. Anschließend findet das Zirkus-Projekt an der Flensburger Schule Friedheim und in Tarp statt.

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