Schleswig-Holstein : Gewitterfront über SH: Blitzeinschläge, umgestürzte Bäume und volle Keller

Eine mächtige Linde wird vom Gewittersturm gekappt und stürzte beim Gut Hasenthal in Geesthacht auf ein Haus.
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Eine mächtige Linde wird vom Gewittersturm gekappt und stürzte beim Gut Hasenthal in Geesthacht auf ein Haus.

Eine Gewitterfront ist über Teile des Nordens hinweggezogen. Ein arbeitsreiches Wochende für die Feuerwehren.

shz.de von
05. Juli 2015, 09:50 Uhr

Kiel | Die hochsommerliche Hitze hat die Feuerwehren im Norden am Wochenende auf Trab gehalten. Vor allem in Hamburg waren die Einsatzzahlen erhöht. Dort habe man innerhalb von 24 Stunden 1250 Einsätze gezählt – an einem normalen Wochentag seien es rund 800, sagte ein Sprecher. „Für ein Wochenende ist das sehr, sehr sportlich.“ Zum Vergleich: An Silvester – dem einsatzstärksten Tag des Jahres – waren es zuletzt knapp 2000 Einsätze.

Außerdem habe der Rettungsdienst mehr Kreislauf-Zusammenbrüche als gewöhnlich behandelt, sagte der Sprecher – konkrete Zahlen konnte er jedoch nennen. Nach einem Gewitter am Samstagabend zählte die Hamburger Feuerwehr indes nur rund 20 Einsätze, vornehmlich im Bereich Bergedorf. Hier waren zum Großteil Äste und Zweige auf die Straße gefallen.

Anders in Schleswig-Holstein: Im Süden hielt eine Gewitterfront die Feuerwehr Samstagabend in Atem. Insgesamt rückte die Wehr zu rund 180 Einsätzen raus. Hauptsächlich waren Bäume umgestürzt und Keller durch den Starkregen vollgelaufen.

Ein Leser aus Barmissen im Kreis Plön filmte gestern Abend mit seinem Handy einen riesigen Blitz in Slow-Motion.

In Schwarzenbek schlugen Blitze in zwei Einfamilienhäuser ein und verursachten Dachstuhlbrände, in Buchholz brannte ein Einfamilienhaus nach einem Blitzeinschlag komplett aus. Menschen kamen dabei nicht zu Schaden.

In Schwarzenbek zerstört ein Blitzeinschlag ein Dach.
Foto: Timo Jann
In Schwarzenbek zerstört ein Blitzeinschlag ein Dach.

Die Zahl hitzebedingter Rettungseinsätze sei vor allem dort, wo viel Tourismusbetrieb herrschte und viele Menschen unterwegs waren, erhöht gewesen, sagte der Geschäftsführer des Landesfeuerwehrverbands Schleswig-Holstein Volker Arp am Sonntag. „Aber es war nicht übermäßig, die Einsatzzahlen sind nicht durch die Decke geschossen.“

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