Leiche in Gemüsebeet : Getötete Frau aus Scharbeutz: Keine Angaben zur Todesursache

Bestatter bringen die Leiche zur Rechtsmedizin.
Bestatter bringen die Leiche zur Rechtsmedizin.

Die Leiche der 41-Jährigen fand die Polizei in einem Gemüsebeet vergraben. Der Ehemann ist tatverdächtig.

shz.de von
17. Januar 2018, 14:25 Uhr

Scharbeutz | Einen Tag nach dem Fund der Leiche einer 41 Jahre alten Frau aus der Gemeinde Scharbeutz hält sich die Staatsanwaltschaft bedeckt. Aus ermittlungstaktischen Gründen werde sie sich zunächst nicht zu den Ergebnissen der Obduktion äußern, sagte die Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft Lübeck, Ulla Hingst, am Mittwoch.

Die vergrabene Leiche der Frau war am Dienstag auf dem Grundstück der Familie in Wulfsdorf bei Scharbeutz (Kreis Ostholstein) gefunden worden. Am Dienstagvormittag hatten 35 Polizisten noch einmal mit Schaufeln und Sonden das Grundstück in dem 200-Seelen-Dorf Wulfsdorf bei Scharbeutz in Ostholstein abgesucht, wo die Familie wohnte. In einem Beet am Rande des Grundstücks seien sie dabei auf ein in Plastikfolie gewickeltes und verschnürtes Paket gestoßen, sagte Hingst. „Form, Größe und Gewicht legten den Verdacht nahe, dass es sich um einen menschlichen Körper handelt könnte“, sagte sie. „Wir haben das Folienpaket in die Rechtsmedizin nach Lübeck gebracht. Beim Öffnen kam dann der Leichnam der Vermissten zum Vorschein“, sagte die Oberstaatsanwältin.

Die 41 Jahre alte Frau wurde seit dem 29. Dezember 2017 vermisst. Sie war nicht zu ihrer Arbeit in einem Hotel gekommen. Ihr Ehemann war Anfang Januar unter dem dringenden Tatverdacht festgenommen worden, seine Frau getötet zu haben. Er sitzt in Untersuchungshaft und bestreitet die Tat.

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