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Virus H5N8 : Geflügelpest in SH - erste Restriktionsgebiete aufgehoben

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Fünf Seeadler sind an Vogelgrippe gestorben. Wo es über längere Zeiträume keine Nachweise von H5N8 mehr gibt, werden die Bestimmungen gelockert

shz.de von
erstellt am 15.Dez.2016 | 18:17 Uhr

Kiel | Zwei weitere Seeadler sind in Schleswig-Holstein an der Vogelgrippe gestorben. Damit sei bei insgesamt fünf toten Seeadlern das Geflügelpest-Virus H5N8 nachgewiesen worden, teilte eine Sprecherin des Landwirtschaftsministeriums am Donnerstag in Kiel mit.

In Deutschland war der Erreger erstmals am 8. November, bei einer toten Wildente am Bodensee und verendeten Wasservögeln in Schleswig-Holstein am Plöner See nachgewiesen worden. Inzwischen sind 14 Bundesländer betroffen. Experten sprechen von einer Pandemie.

In den vergangenen Tagen seien im Kreis Plön zwei tote Adler gefunden worden. Außerdem sei in bereits betroffenen Gebieten erneut H5N8 bei Wildvögeln festgestellt worden. „Es gibt keine Entwarnung“, sagte Landwirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne). Das Virus sei in Schleswig-Holstein nach wie vor vorhanden und aktiv.

Daher seien die landesweiten Bestimmungen zum Schutz vor Ausbrüchen von Geflügelpest in Tierhaltungen weiter erforderlich. Wo es über längere Zeiträume keine Nachweise von H5N8 mehr gebe, könnten bestimmte Maßregeln gelockert werden, sagte Habeck. So konnten erstmals Restriktionsgebiete aufgehoben werden - im Kreis Schleswig-Flensburg und in der Stadt Lübeck.

Lockerungen gibt es auch in einigen Gebieten, in denen Wildvögel Opfer der Vogelgrippe wurden: Etwa in Laboe (Kreis Plön), allen Sperrbezirken des Kreises Segeberg sowie von Freitag an in allen Sperrgebieten des Kreises Schleswig-Flensburg sowie in der Stadt Flensburg. Dort entfällt dann gemäß Geflügelpest-Verordnung das Verbringungsverbot für gehaltene Vögel, Bruteier, Fleisch und Fleischerzeugnisse von gehaltenen Vögeln oder Federwild.

Weiterhin dürfen Hunde und Katzen nicht frei umherlaufen und gehaltene Vögel nicht zur Aufstockung des Wildvogelbestandes freigelassen werden.

Das landesweite Aufstallungsgebot, die Einhaltung der strengen Biosicherheitsmaßregeln sowie die Empfehlung der obersten Jagdbehörde auf Jagd von Wasserwild zu verzichten, gilt es weiterhin zu beachten und umzusetzen.

 

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