zur Navigation springen

Alternativen zur Bahn : GDL Lokführerstreik: Fernbusse werden teurer

vom

Fernbusse, gemietete Autos und Mitfahrzentralen sind Alternativen für Reisende in der Zeit des Bahnstreiks. Während die Preise für Fernbusse ansteigen, ist die Situation bei Mitfahrzentralen entspannter.

Wer im Zuge des Streiks von der Bahn auf den Fernbus umsteigen will, der muss mit stark gestiegenen Preisen rechnen – teilweise um bis zu 50 Prozent. Gezielte Preiserhöhungen weist der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer jedoch zurück. „Wegen des Streiks erhöht kein Fernbus-Unternehmen die Preise“, teilte ein Verbandssprecher mit.

Grund für die Erhöhung sei bei den meisten Anbietern vielmehr ein automatisches Preissystem, das bei gestiegener Nachfrage automatisch die Preise anzieht. Je mehr Menschen an einem bestimmten Tag auf einer bestimmten Strecke fahren wollen, desto mehr müssen sie für ein Ticket zahlen. Sind die günstigen Kontingente aufgebraucht, rutschen die teureren Plätze nach. Ein System, welches es auch bei Fluggesellschaften gibt.

Die Nachfrage nach den Fernbussen ist seit dem Bekanntwerden des Streiks enorm gestiegen. „Wir haben seit Dienstag fünf Mal so viele Zugriffe wie sonst“, sagte eine Sprecherin von Mein Fernbus. „Der Ansturm ist enorm. Wir werden zusätzliche Busse anmieten.“

Autovermietungen merken die Auswirkungen des Bahnstreiks ebenfalls. „Für das Wochenende erwarten wir eine angespannte Situation“, sagt Steffi von Landenberg, Mitarbeiterin der Avis Presse- und Öfentlichkeitsarbeit.  Es könne vorkommen, dass der Flottenbestand nicht ausreiche, da dieser vorab geplant werde. „Wichtig ist, dass wir Kunden, die beispielweise für Montag gemietet haben, verpflichtet sind und dafür Sorge tragen, dass die gebuchten Autos pünktlich zur Verfügung stehen.“ Deswegen sei es möglich, dass Einwegmieten aufgrund des Streiks sehr wahrscheinlich nicht immer bedient werden könnten.

Europcar verzeichnet aufgrund des Streiks eine verstärkte Nachfrage. Vor allem Stationen an Bahnhöfen sind davon betroffen. Der Autovermieter stellt deswegen eine größere Flotte zur Verfügung. „Sollten dennoch über die Hotline oder die Website in der ein oder anderen Station keine freien Fahrzeuge mehr verfügbar sein, so empfehlen wir unseren Kunden, persönlich in der nächstgelegenen Station nach kurzfristiger Verfügbarkeit zu fragen – je eher, desto besser“, rät Jana Matthes von Europcar.

Wer nicht selber fahren möchte, sondern sich lieber fahren lässt, kann sich auf den Portalen der Mitfahrzentralen nach einer Reisegelegenheit umsehen.

„Bla Bla Car“ erlebt einen so großen Ansturm auf seine Homepage, dass zusätzliche Server bereit gestelllt wurden. „Wir hatten am Dienstag einen Rekordtag“, sagt Pressesprecher Christian Schiller. Von Montag auf Dienstag habe sich die Zahl der Neuanmeldungen im Vergleich zum Vortag verdreifacht. Der Rekord könne am Mittwoch noch getoppt werden. Bei „Bla Bla Car“ geben die Fahrer die Preise vor. „Die Anbieter halten die Preise konstant“, hat Schiller bisher beobachtet.

 

zur Startseite

von
erstellt am 05.Nov.2014 | 13:16 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen