Geesthacht : Für Fische: Fast sieben Millionen Euro vom Bund für Stör-Zentrum

 Ein junger Stör mit einer Markierung.

Ein junger Stör mit einer Markierung.

Damit soll ein wichtige Schritt zur Wideransiedlung des europäischen Störs in Deutschland und Mitteleuropa gemacht werden.

shz.de von
08. November 2018, 18:08 Uhr

Geesthacht | Der Bund unterstützt das Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei mit 6,9 Millionen Euro für den Aufbau eines Zentrums zur wissenschaftlichen Begleitung einer Wiedereinbürgerung des Störs in Geesthacht.

Das beschloss der Haushaltsausschuss des Bundestages nach Angaben des schleswig-holsteinischen Abgeordneten Norbert Brackmann (CDU) am Donnerstag auf seine Initiative. „Damit wird ein wichtiger und letzter Schritt zur Wiederansiedlung des europäischen Störs in Deutschland und Mitteleuropa gemacht“, sagte Brackmann.

Das Stör-Zentrum in Geesthacht sei in Deutschland einmalig, sagte Brackmann. „Die Anlage für die Elterntierhaltung und Aufzuchtstation soll ihren Platz auf der Elbinsel Geesthacht finden, direkt neben Europas größter Fischaufstiegsanlage.“ Dies sei ein idealer Standort, um rückkehrende Störe sicher zu fangen und auf kurzem Weg in das Störzentrum zu bringen. Dort sollen die Störe zur Erweiterung des Elterntierbestandes ablaichen und anschließend wieder in die Elbe ausgesetzt werden.

Das Leibniz-Institut hat in den letzten Jahren mehr als 20 000 Störe in der Elbe ausgesetzt. Mit dem Störzentrum in Geesthacht könnten es laut Brackmann künftig bis zu 200.000 Störe jährlich werden, die in die Elbe und damit in die Nordsee entlassen werden.

Das Programm sei eine nationale Aufgabe, die dringend eine finanzielle Unterstützung des Bundes gebraucht habe. Die gesamte Anlage solle eine Grundfläche von 3000 Quadratmetern haben. Für eine Leichtbauhalle seien 80 Haltungsbecken mit einer Gesamtfläche von 2000 Quadratmetern und einem Wasservolumen von 1840 Kubikmetern vorgesehen.

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