Frischzellenkur für die "Tante Ju"

Auch die drei Motore werden genau überprüft und überholt.
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Auch die drei Motore werden genau überprüft und überholt.

Mit ihren mittlerweile fast 73 Jahren sei es der alten "Tante Ju" gegönnt: Wie jeden Winter bekommt das historische Flugzeug auch in diesem Jahr eine Kur und einen Aufenthalt in der Hamburger Lufthansa-Werft - ihrer "Wellness-Oase" sozusagen.

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17. Februar 2009, 10:14 Uhr

Hamburg | Das einzige Exemplar der Junkers Ju 52/3m, das sich im Besitz der Lufthansa befindet, genießt sorgfältige Pflege. Alle Teile werden peinlich genau überprüft, zudem widmet man sich in jedem Winter einem wartungstechnischen Großprojekt. In diesem Jahr ist es die Elektrik. Auf ihre alten Tage soll "Tante Ju" ein TCAS (Traffic Collision Avoidance System) eingebaut werden - ein System, das den Piloten bei schlechter Sicht vor Kollisionen warnt. Das haben auch ihre Nachfahren von der modernen Luftfahrt.

Weltweit gibt es derzeit noch sieben flugtüchtige Exemplare vom Typ der "Tante Ju". 1936 erbaut, war sie ein ganzes Flugzeugleben lang als Transportmaschine und als einer der ersten Passagierflieger eingesetzt. Bis heute: Zwischen Mitte April und Ende Oktober bietet die Deutsche Lufthansa-Berlin-Stiftung mit der Ju 52 Rund- und Ferry-Flüge an. Höchstens eineinhalb Stunden dauern diese Flüge, für längere Reisen ist die Maschine nicht geeignet. Auf Gepäck müssen die 16 Passagiere dabei aber verzichten.

Im Hangar auf dem Fuhlsbütteler Flughafen wird das Innenleben des silbernen Wellblechvogels, auf dem in riesigen Buchstaben das historische Kennzeichen "D-AQUI" aufgemalt ist, zerlegt: Die Sitze sind ausgebaut, aus dem Instrumentenbrett im Cockpit hängen Kabel, der Steuerknüppel fehlt. "Mechaniker, die heute längst Rentner sind, arbeiten hier ehrenamtlich, um das Flugzeug am Laufen zu halten", erzählt Wolfgang Hübel, Technischer Betriebsleiter und Stiftungssekretär. "Sie kennen sich noch mit der alten Technik aus und geben ihr Wissen an die jungen Kollegen weiter." Trotz vieler Reparaturen bestehen immerhin 50 Prozent des Flugzeuges noch aus den Originalbauteilen von 1936. Und die Geschichte der "Tante Ju" gibt es jetzt auch auf DVD: "Only Ju - Hommage an eine Dame" heißt der 45-minütige Dokumentarfilm von Helge Heggblum, den die Lufthansa-Berlin-Stiftung ab Ende April auf ihrer Website vertreiben wird.

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