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Schleswig-Holstein

24. Oktober 2017 | 03:25 Uhr

Fördecrossing ja - Strandmeile nein

vom

Der Schwimm-Wettkampf der DLRG Glücksburg findet am 10. August erstmalig wieder ohne Promenadenfest statt

shz.de von
erstellt am 06.Aug.2013 | 05:59 Uhr

Glücksburg | Das Fördecrossing in Glücksburg gibt es erstmals wieder als Einzelveranstaltung. Die DLRG Glücksburg kann für den Schwimm-Wettkampf am Sonnabend, 10. August, nicht mehr auf die Ausstattung der früher parallel stattfindenden Strandmeile zurückgreifen. Die ist von der Tourist-Information Glücksburg aus finanziellen Gründen gestrichen worden.

"Jetzt machen wir wieder alles mit Bordmitteln", erklärte DLRG-Pressesprecher Guido Nicolai im Vorfeld und nannte beispielhaft die technische Ausstattung, die sie bisher bei der Strandmeile hatten mitnutzen können. Inzwischen ist das Zubehör für die Tonübertragung bestellt worden. Es wird am Sonnabend unter anderem Moderator Niklas Heitmann zur Verfügung stehen. Er vertritt seinen Vater Holger Heitmann, der beim vorigen Schwimmwettbewerb moderierte. Für die Musik an dem Tag wollen Philipp Fitsch und Steffen Erichsen sorgen.

Neu ist auch, dass die 40 Quadratmeter großen Zelte für Anmeldung, Umkleide und die Helfer, wie auch das Rettungszelt ausschließlich auf dem kleinen Strandstück in Sandwig untergebracht werden müssen. Das bereitete den Organisatoren bei den Vorbereitungen ein wenig Kopfzerbrechen. "Bisher konnten wir beide Strandabschnitte nutzen. Nun müssen wir ausprobieren, wie wir die Zelte am besten stellen", sagte Nicolai gegenüber unserer Zeitung.

Die Plätze für die Teilnahme am Fördecrossing waren wieder im Rekordtempo vergeben. Von 0 bis 0.18 Uhr hatten sich die 450 Schwimmer am 1. Dezember übers Internet gemeldet. Zehn weitere Startplätze versteigerte die DLRG im Juli über Ebay. Der Erlös war für eine Flensburger Familie gedacht, die Anfang des Jahres durch ein Feuer nicht nur ihr Haus, sondern in der Folge auch einen direkten Angehörigen verlor. Als die Familie von dem Vorhaben der DLRG hörte, hatte sie bereits so viel Hilfe durch Freunde, Nachbarn und fremde Menschen erhalten, berichtet Nicolai, dass sie dankend abgelehnt und an andere Bedürftige verwiesen habe. Die ersteigerten 400 Euro erhält nun der Verein Lichtblick in Flensburg. Er bietet Menschen in akuten Lebenskrisen Hilfe an.

Am kommenden Sonnabend betreuen insgesamt 100 Helfer und Helferinnen die Schwimmer. Von 11 bis 22 Uhr bewirten sie die Teilnehmer, Helfer und Publikum und wollen allgemein für einen reibungslosen Ablauf sorgen. Würstchen und Steaks gibt es von der Freiwilligen Feuerwehr Glücksburg, die DLRG sorgt für das Getränkesortiment.

Die Ärzte Piet Drescher, Stefan Beckmann und Jörg Schreiber sind mit den Ersthelfern im Rettungszelt stationiert. Mediziner und Sanitäter betreuen die Wettkampf-Schwimmer. Zugesagt haben auch das DRK Glücksburg und die DLRG Waldeck aus Schafflund.

Vor dem Start nehmen die Schwimmer ihre Tüten mit Transponder, Startunterlagen und der nummerierten Badekappe in Empfang. Wer braucht, bekommt ausreichend Vaseline zum Eincremen. Das Briefing für die Schwimmer beginnt um 15 Uhr an der DLRG-Wachstation. Das Startzeichen ertönt um 16 Uhr im dänischen Sønderhav. Mit Booten werden die Sportler dorthin gebracht. Das Einschiffen in Glücksburg beginnt um 15 Uhr. In diesem Jahr könne das Schiff "Gesine" nicht dabei sein, merkte Nicolai an. Der Ort, an dem die Teilnehmer an Bord der Schiffe gingen, werde rechtzeitig bekanntgegeben.

Haben die Wassersportler die 3000 Meter lange Strecke zurückgelegt, wartet am Glücksburger Kurpark-Strand der Zielbogen auf sie. Er gab am Wochenende schon das Ziel für die Triathleten des Ostseeman vor.

Die Siegerehrung am Strand ist für 19 Uhr angesetzt. Bereits um 18 Uhr findet dort die Sachpreisverlosung statt. Die Teilnehmer der ersten Mannschaft erhalten Medaillen. Die schnellsten Einzelteilnehmer werden mit Pokalen geehrt. Und wer zum Andenken eines der frisch bedruckten T-Shirts ergattern möchte, kann das bereits vor dem Start tun. Vorsitzender Horst Petersen bewertet die Vorbereitungen positiv: "Wir sehen mit Spannung dem Sonnabend entgegen. Sind aber zuversichtlich, dass alles klappt."

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