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Honigsaison : Fleißige Bienen füllen die Honigwaben in Schleswig-Holstein

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Nach dem kalten und nassen April ist die Honigsaison nun in vollem Gange. Emsige Bienen summen im Norden über Wiesen und Felder.

shz.de von
erstellt am 08.Mai.2016 | 11:43 Uhr

Bad Segeberg | Schleswig-Holsteins Bienen sind in diesen Tagen besonders emsig. Die Honigsaison läuft nach Angaben des Landesverbands Schleswig-Holsteinischer Imker auf vollen Touren. „Das Bombenwetter macht die Waben voll, wir hoffen auf eine gute Honig-Ernte“, sagte eine Sprecherin. Zwar hatten sich die Bienen während der kalten Tage im April zurückgezogen, doch „solche Knicks haben wir jedes Jahr, das ist normal, das holen die Bienen schon wieder auf“. In Schleswig-Holstein gibt es den Angaben zufolge rund 23.000 Bienen-Völker, mit jeweils 20.000 bis 25.000 Bienen pro Stock.

Bienen bestäuben 80 Prozent aller Nutzpflanzen. In den letzten Jahren gibt es jedoch immer weniger der fleißigen Insekten.

Bienen sähen anders als Menschen, sagte Manuel Putzstück von der Deutschen Wildtier Stiftung in Hamburg. Sie erkennen nur Gelb-, Blau- und Ultraviolett-Töne. „Was wir nur als unsichtbare Wärmestrahlung wahrnehmen, können die sehen.“ Die Landschaft sehen sie daher eher als graue Fläche, aus der sich bunte Blüten deutlich abheben. Das funktioniere jedoch nur, wenn sie nicht zu schnell fliegen. „In dem Fall verlassen sie sich auf ihren Geruch-Sinn.“ Dabei stehen Hummeln und Bienen eher auf süßliche Düfte wie Rosen, sagte Putzstück. Danach können sie entscheiden, welche Blüten für sie geeignet sind.

 

Blüten in Braun- und Schwarz-Tönen eignen sich nach seinen Angaben nicht für die Bestäubung durch Bienen. „Das sind eher Farben für Fliegen und andere Insekten, die auf Aas gehen.“ Diese Blüten riechen dann auch eher appetitlich für Aas-Liebhaber. Besonders umschwärmt von den Honigbienen sind Raps- und Obstblüten. Die Bienen sind wichtig für ihre Bestäubung. Ohne Bienen droht den Menschen jedoch keine Hungersnot, sagte Putzstück: „Viele Grundnahrungsmittel des Menschen sind unabhängig von Insekten und werden vom Wind bestäubt.“ Daher findet man keine Bienenstöcke an Getreidefeldern. 

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