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Zwischen Bad Segeberg und Kiel : Fertiges A21-Teilstück erst 2018 befahrbar

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der Streit um eine Auftrags-Vergabe ist geklärt – doch jetzt fehlen die Bauarbeiter.

von
erstellt am 19.Okt.2017 | 19:39 Uhr

Bad Segeberg/Kiel | Ein längst fertiges Teilstück der Autobahn 21 zwischen Bad Segeberg und Kiel kann voraussichtlich erst Anfang 2018 für den Verkehr freigeben werden. Grund sind noch nicht erfolgte Arbeiten an den Leitplanken zwischen den Anschlussstellen Stolpe und Bornhöved (Kreis Plön). „Das kann schon noch eine Weile dauern“, sagte Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP).

Grund für die Verzögerungen ist der Einspruch eines unterlegenen Bieters gegen die Vergabe des Auftrags im Umfang von knapp 1,4 Millionen Euro an eine Firma aus dem Nachbarland Mecklenburg-Vorpommern. „Der unterlegene Bieter hat sich an die Vergabekammer gewandt, und da ist er jetzt gescheitert“, sagte Buchholz. Die Vergabe sei rechtmäßig erfolgt. Der beauftragte Unternehmer habe aber nicht darauf gewartet, dass das Verfahren zu Ende geht. Deshalb habe er aktuell keine Kräfte für die noch nötigen Arbeiten frei.

Die Ausschreibung war erst im zweiten Anlauf erfolgreich gewesen, weil in der ersten Runde kein geeigneter Bieter gefunden werden konnte: Eine Bewerbung scheiterte an einem Formfehler, eine weitere an zu hohen finanziellen Forderungen des sich bewerbenden Unternehmens. In der zweiten Runde beseitigte das erste Unternehmen dann den formalen Fehler und bekam den Zuschlag. Dagegen hatte der unterlegene Bewerber Beschwerde eingelegt.

Der betreffende Abschnitt von Stolpe nach Bornhöved ist etwa zehn Kilometer lang. Das Ministerium geht davon aus, dass die noch fehlenden Arbeiten – je nach Wetterlage – zum Jahreswechsel anfangen und bis spätestens Ende Januar abgeschlossen sein werden. Bis dahin muss der Verkehr in Richtung Bad Segeberg weiter an dem grundsanierten Streckenabschnitt vorbeirollen.„Logisch ärgert einen das, klar“, sagte Buchholz. „Ich fahre da jeden Tag dran vorbei und ich würde lieber drauf fahren.“

Schon für die Fahrbahnmarkierungen auf demselben Abschnitt hatte sich zunächst kein Anbieter gefunden, der die Arbeiten zum ausgeschriebenen Preis ausführen wollte. Auch hier kam es deshalb zu Verzögerungen.

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