Zu Besuch in einer Konfetti-Firma : Wo die bunten Schnipsel herkommen

Konfetti

Hans Rudolf Streiff, Geschäftsführer der Kurt Hauser AG, stellt in seiner Firma Konfetti her.

Ob für Silvester oder Geburtstagsfeiern: Hans Rudolf Streiff stellt in seiner Firma in der Schweiz Konfetti her.

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18. April 2017, 15:29 Uhr

Näfels | Auf Feiern flattert es durch die Luft: Konfetti. An Silvester und zu Geburtstagsfeiern werden die bunten Schnipsel besonders gern in die Höhe geworfen. Doch wie werden die Papierschnipsel eigentlich hergestellt? Zu Besuch in einer Konfetti-Firma.

Wenn Hans Rudolf Streiff Konfetti macht, ist es laut in seiner Fabrik. Die riesige Maschine, die er dazu benutzt, steht mitten in einer großen Halle und macht: bumm, bumm, bumm, bumm. Hans Rudolf Streiff hat sie vor vielen Jahren selbst erfunden und mit seinen Freunden zusammen gebaut. Seitdem macht er im Nachbarland der Schweiz viel Konfetti und verkauft es auch nach Deutschland.

Die Maschine arbeitet fast von allein. An einem ihrer Enden hängen dicke Rollen mit Papier in einem Metallgerüst. Von dort werden die Blätter abgewickelt und in langen Bahnen zum Stanzbereich geführt.

<p>Mitarbeiterin Destani Zekije kontrolliert die Papierrollen, die über die Maschine zur Herstellung von Konfetti laufen.</p>
Felix Kästle, dpa

Mitarbeiterin Destani Zekije kontrolliert die Papierrollen, die über die Maschine zur Herstellung von Konfetti laufen.

 

Der Stanzbereich hängt in der Mitte der riesigen Maschine. Er besteht aus einer Metallstange, auf der viele kleine Stangen aus Stahl befestigt sind. Ein bisschen sieht das aus wie ein langgezogener Igel.

„Der nächste Schritt der Maschine funktioniert ganz ähnlich wie ein Locher, mit dem man zu Hause Löcher in Papier stampfen kann“, sagt Hans Rudolf Streiff.

Die Stangen drücken sich durch das Papier, heraus fallen kleine Papierschnipsel - das Konfetti. Sie werden aufgefangen und auf einem Laufband zum Ende der Maschine gebracht. Dort rieseln sie dann in Plastiktüten und Plastiksäcke.

Konfetti
Felix Kästle, dpa

Das grüne Konfetti fällt aus der Stanzmaschine.

Eine Mitarbeiterin der Firma steht daneben, klebt Etiketten auf die Tüten und legt sie in einen Karton. Nun ist das Konfetti fertig zum Verschicken. Von der Firma aus gehen die Pakete an Kunden in der Schweiz, in Deutschland und in viele andere Ländern. Neben dem Konfetti verkauft Hans Rudolf Streiff auch noch andere Sachen, zum Beispiel Fahnen und Girlanden.

Konfetti stellen er und seine Kollegen in verschiedenen Farben her. „Rot, Blau, Gelb, sogar Schwarz haben wir“, sagt er. An diesem Tag machen sie grünes Konfetti. Viele Kartons mit Tüten voll grünen Schnipseln stehen schon neben der Maschine. Sie ist den ganzen Vormittag gelaufen.

<p>Das reicht für die nächste Geburtstagsparty: Eine Mitarbeiterin stellt die Konfetti-Säcke bereit. </p>
Felix Kästle, dpa

Das reicht für die nächste Geburtstagsparty: Eine Mitarbeiterin stellt die Konfetti-Säcke bereit.

Vor Silvester und vor Fasching haben er und seine Mitarbeiter der Firma besonders viel zu tun: Denn zu diesen Zeiten wollen viele Menschen Konfetti kaufen. Deswegen wird dann auch besonders viel Konfetti hergestellt.

Konfetti gibt es auch am Sonntag, 10. September. Dann wird gleich doppelt Geburtstag gefeiert: Der Kreisfeuerwehrverband Pinneberg feiert sein 125-jähriges Bestehen und der Kreisjugendring Pinneberg seinen 70. Geburtstag. Als dritter Veranstalter ist der Pinneberger A. Beig-Verlag dabei. Auf dem Gelände der Feuerwehrtechnischen Zentrale, Alte Bundesstraße 10, wird es in der Zeit von 11 bis 17 Uhr Konzerte auf mehreren Bühnen, viele Imbissstände und jede Menge Spiel- und Spaßaktionen geben.
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