Kiel : Erneut Salmonellen in Futtermitteln nachgewiesen

Die Salmonellen wurden im Produkt „RaPass“ gefunden. Es wurde am 12. Dezember ausgeliefert.

shz.de von
05. Januar 2018, 19:32 Uhr

Kiel | Das Landwirtschaftsministerium in Kiel hat einen weiteren Salmonellen-Nachweis in Tierfutter gemeldet. Die schleswig-holsteinische Ölmühle, bei der bereits zuvor Salmonellen in Futtermittel entdeckt worden waren, habe dies der Überwachungsbehörde am Donnerstag mitgeteilt. Es handle sich um das Produkt „RaPass“, das am 12. Dezember ausgeliefert worden sei, erklärte das Ministerium am Freitag. Zudem sei festgestellt worden, dass der bereits bekannte positive Befund aus einer Beprobung vom 1. November sich auch auf das genannte Produkt bezieht.

Vom 1. November bis zum 4. Januar seien elf landwirtschaftliche Betriebe im Land mit mehligem Mischfuttermittel mit unterschiedlichen „RaPass“-Anteilen beliefert worden und 288 Betriebe mit Mischfuttermittel in Pelletform, hieß es. Da es bei letzterem eine thermische Behandlung gibt, ist hier das Salmonellen-Risiko geringer als bei Futter in Mehlform.

Zudem wurden im genannten Zeitraum 14 Landwirte in Schleswig-Holstein direkt mit dem Einzelfuttermittel „RaPass“ beliefert. Futtermittel mit „RaPass“ gingen den Angaben zufolge auch an Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Hamburg sowie in der Slowakei, Ungarn und Dänemark.

Das Ministerium bekräftigte, von erhitzten Lebensmitteln wie pasteurisierter Milch und durchgebratenem Fleisch gehe grundsätzlich keine Gefahr durch Salmonellen aus. Seit vorigem Freitag ist bekannt, dass eine Ölmühle in Schleswig-Holstein mit Salmonellen belastetes Futter geliefert haben soll.

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