Erinnerung: 35 Jahre Asmus-Bremer-Platz

Taufe des Asmus-Bremer-Platzes am 7. Februar 1976.  Foto: Stadtarchiv Kiel
Taufe des Asmus-Bremer-Platzes am 7. Februar 1976. Foto: Stadtarchiv Kiel

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09. Februar 2011, 07:27 Uhr

Kiel | Es war eine Ehrung posthum für Asmus Bremer: Am 7. Februar 1976 wurde der bekannte Platz im Herzen Kiels nach dem Kieler Bürgermeister benannt. Ein Jahr zuvor hatten Kaufleute zusammen mit der Stadt den Kieler Umschlag als Volksfest der Moderne ins Leben gerufen. Und sie wählten Asmus Bremer als Symbolfigur, die seitdem bis heute die winterlichen Festtage eröffnet.

Asmus Bremer wurde vor 1652 in Kiel geboren, studierte dort Jura und ließ sich in der Stadt als Rechtsanwalt nieder. Später war er Richter am städtischen Niedergericht, außerdem Vorsteher der Armenanstalten St. Jürgen und Neugasthaus. 1688 wurde Bremer zum Ratsherren und 1702 zum Bürgermeister gewählt. 1711 enthob der Herzog beide Bürgermeister und den Rat ihrer Ämter, weil sie diestädtischen Verhältnisse angeblich nicht verbessert hätten. Auch im persönlichen Bereich traf es Asmus Bremer schwer. Sein Sohn war blind, eine Tochter geistig behindert, eine weitere Tochter starb früh. Bremer wurde 1713 wieder in das Amt des Bürgermeisters eingesetzt, das er bis zu seinem Tode 1720 bekleidete. Er war ein tüchtiger Bürgermeister. Kiel honorierte den Rat, indem er ihm Steuernachlässe und Unterhaltszuschüsse für die beiden behinderten Kinder gewährte.

Seit 1982 sitzt Asmus Bremer als Bronzefigur und beliebtes Fotomotiv auf einer runden Bank unter einer Eiche an der Ecke des Platzes zur Holstenstraße und beobachtet die Vorbeigehenden.

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