Tierpark Hagenbeck : Endlich draußen toben: Walrossbaby auf erster Entdeckungstour

Der am 17. Juni geborene Walross-Junge darf erstmals das Außenbecken erkunden.

shz.de von
03. August 2018, 16:18 Uhr

Hamburg | Aller Anfang ist schwer – auch für das knuddelige Walrossbaby in Hagenbecks Tierpark. Bei seinem ersten öffentlichen Auftritt musste der sieben Wochen alte Bulle am Vormittag zum genüsslichen Bad erst überredet werden. Keck hatte sich das noch namenlose Mini-Walross zunächst an den Rand des Außenbeckens geschoben, nachdem es erstmals das Innengehege verlassen durfte.

Doch den Sprung ins Wasser traute sich der kleine Schnauzbartträger zunächst nicht zu. Erst als Mutter Dyna ihn mit energischem Rufen aus dem Becken aufforderte, ihr zu folgen, ließ sich das Junge in die Fluten plumpsen.

Walross Dyna kümmert sich um ihr Junges.
dpa

Walross Dyna kümmert sich um ihr Junges.

 

„Wir freuen uns sehr über unser drittes Walrossbaby und sind auch etwas stolz darauf, der einzige Tierpark Deutschlands zu sein, dem die Zucht dieser seltenen Säugetiere bisher gelungen ist“, erklärte Zootierärztin Adriane Prahl.

Der Jungbulle war am 17. Juni mit einem Gewicht von 45 Kilogramm geboren wurde – hat inzwischen aber schon acht Kilo draufgelegt. Prahl: „Der Kleine ist so neugierig und aufgeweckt, dass er auch Mamas Fische probieren will. Aber das Fressen von Fisch muss er erst noch lernen, das fällt ihm noch etwas schwer.“

 

Das Schwimmen und Tauchen an der Seite der Mama absolvierte der Hagenback-Star dann aber mit gekonnter Eleganz. Immer wieder dirigierte Dyna ihren Zögling dabei behutsam zwischen den Vorderflossen, und dieser untersuchte jeden Stein, den er am Boden des 5,60 Meter tiefen Beckens entdecken konnte.

Für Walross Dyna gibt es einen kleinen Snack vorm erfrischenden Bad.
dpa

Für Walross Dyna gibt es einen kleinen Snack vorm erfrischenden Bad.

 

„Dyna ist eine tolle Mutter“, berichtete Tierpflegerin Lisa Voß. Das knapp 700 Kilo schwere Muttertier habe ihr Junges aufmerksam im Auge, sei aber gleichzeitig entspannt genug, um die Tierpfleger nah ans Jungtier heranzulassen.

Gemeinsame Schwimmtouren mit Mama im Außengehege unter den Augen des Tierparkpublikums soll es von nun an regelmäßig geben. Laut Hagenbeck wird der Walrossbulle in den kommenden Wochen immer vormittags für rund eine Stunde im Becken der Südamerikanischen Seebären zu sehen sein.

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